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Bäuerin der Woche: Maria Matzhold

von Karl Brodschneider

Seit dem Jahr 2016 ist Maria Matzhold Bezirksbäuerin. Die Konsumenteninformation, die Lebensmittelkennzeichnung und die jungen Bäuerinnen liegen ihr besonders am Herzen.

 

An diesem ersten Februar-Wochenende sperrt der Buschenschank Matzhold in Petzelsdorf bei Fehring wieder auf. Die Vorfreude ist bei Maria Matzhold deutlich zu hören, wenn sie gesteht: „Mir gehen die Leute schon ab!“ Seit dem Jahr 1959 gibt es diesen Buschenschank, in dem Maria Matzhold das Bauernbrot noch im alten Backofen mitten in der Gaststube bäckt.

Moastabratl

Die Speisekarte lässt keine Wünsche offen und widerspiegelt einen kleinen, aber feinen Weinbau- und Schweinebetrieb. Mit dem Chardonnay und Weißburgunder war man bei der vorjährigen Landesweinbewertung top. „Dafür sind meine zwei Männer verantwortlich“, schmunzelt Maria Matzhold und meint Ehemann Josef und Sohn Matthias, die beide Silberberg-Absolventen sind. Bei der Spezialitätenprämierung 2021 der Landwirtschaftskammer holte sich die Familie Matzhold mit ihrem „Moastabratl“ sogar den Landessieg. Zudem gab es für Frikandeau, Käsekrainer und Osterkrainer Gold.

Dass ihr Buschenschank in den letzten Jahren auch Abschluss von vielen Bäuerinnen-Ausflügen war, freut sie ganz besonders. Die Erklärung dafür liegt auf der Hand. Seit dem Jahr 2016 ist Maria Matzhold Bezirksbäuerin von Südoststeiermark. Daher ließen etliche Bäuerinnen die Ausflüge bei ihrer Bezirksbäuerin ausklingen.

Entweder oder

Sie selbst übt ihr Amt mit Begeisterung aus und nennt ihre Grundeinstellung: „Entweder mache ich es ordentlich oder ich lasse es sein.“ Sie hat sich für Ersteres entschieden und freut sich schon auf die sieben Gebietsbesprechungen, die im März beginnen. „Dabei lerne ich auch jene Frauen kennen, die mit der jeweiligen Gemeindebäuerin zusammenarbeiten.“

Sie besucht selbst gerne Veranstaltungen, die von den Bäuerinnen in den Gemeinden durchgeführt werden. „Leider war wegen Corona in den letzten zwei Jahren vieles nicht möglich.“ Umso mehr schätzt sie es, wenn „ihre“ Frauen unter Einhaltung der aktuellen Schutzmaßnahmen trotzdem etwas auf die Beine stellen. „Wie kürzlich zum Beispiel der Krapfensonntag in Paldau. Das war eine Supersache“, merkt sie an.

Wenn alles gut geht, wird es am 14. Mai endlich wieder den Bezirksbäuerinnentag geben. „Zweimal mussten wir ihn schon verschieben“, erzählt Matzhold. Stattfinden soll diese große Bäuerinnenveranstaltung in Wörth bei Gnas. „Natürlich wird es auch Ehrungen geben und der Voitsberger Bäuerinnenchor hat auch schon zugesagt.“

Auf der Tuchmoaralm

Wenn man daheim in ihr Wohnhaus kommt, sieht man ein großes hölzernes Herz an der Wand hängen. „Das haben alle Bezirksbäuerinnen von unserer neuen Landesbäuerin Viktoria Brandner bekommen“, klärt sie auf und ergänzt: „Mein Mann und ich wandern gerne und haben unsere Landesbäuerin schon auf der Tuchmoaralm in der Sölk besucht, wo sie im Sommer mit ihrer ganzen Familie wohnt und Sennerin ist.“

Ehe Maria Matzhold von Josefa Christandl das Amt der Bezirksbäuerin übernahm, war sie auf Gemeindeebene 25 Jahre in der Bäuerinnenorganisation tätig. „Als ich anfangs gefragt wurde, waren unsere drei Kinder noch klein. Heute bin ich froh, dass ich damals ja gesagt habe. Ich mache das alles irrsinnig gerne. Ich rede gerne mit den Menschen und kläre sie auch über unsere Lebensmittel auf“, sagt sie und betont: „Die Konsumenteninformation ist das Um und Auf unserer Arbeit. Auch die Lebensmittelkennzeichnung beschäftigt mich sehr, weshalb wir Bäuerinnen an diesem Thema dranbleiben müssen.“

Zur Person

Maria Matzhold (59) wohnt Petzelsdorf 26, 8350 Fehring. Die Betriebssparten sind Weinbau, Buschenschank und Schweinemast. Seit dem Jahr 2016 ist sie Bezirksbäuerin von Südoststeiermark. Sie ist verheiratet, hat drei Kinder und drei Enkelkinder.  

 

Beitragsfoto: Brodschneider

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