Konzert als Hörtest

von NEUES LAND

400.000 Töne unterscheidet unser Gehör. Jeder Fünfte ist aber von einer Hörminderung betroffen. Nun gibt es ein Konzert als Hörtest.

24 Stunden pro Tag sind unsere Ohren im Einsatz. Rund 400.000 Töne kann unser Gehör unterscheiden. Dennoch wird unser Hörsinn im Alltag oft unterschätzt. Ab etwa dem 40. Lebensjahr nimmt das Hörvermögen altersbedingt langsam ab. Neben der Altersschwerhörigkeit zählt in erster Linie Lärm zu den häufigsten Ursachen. Eine Hörminderung sorgt nicht nur für sozialen Rückzug, sondern begünstigt auch Depressionen und steigert das Demenzrisiko. Rund jeder fünfte Österreicher ist von einer Hörminderung betroffen. Viele zögern, einen Hörtest zu machen. Betroffene warten durchschnittlich sieben bis zehn Jahre lang, bis sie etwas dagegen unternehmen. Deshalb hat die Firma Neuroth nun eine ganz besondere Idee: Ein Konzert als Hörtest.

Nützlich und angenehm

„Musik kann man nur in vollen Klängen genießen, wenn man gut hört. Deshalb freuen wir uns, mit dem ersten Hörtestkonzert Österreichs einen Hörtest der ganz besonderen Art entwickelt zu haben, bei dem der Hörgenuss im Vordergrund steht“, sagt Neuroth-Vorstandsvorsitzender Lukas Schinko. Bei Österreichs erstem und kostenlosem Hörtestkonzert am 3. November 2019 im Brucknerhaus in Linz wird das Nützliche mit dem Angenehmen verbunden.

Unter der Leitung von Peter Aigner spielt das Jugendorchester „Upper Austrian Sinfonietta“ klassische Meisterstücke – und verwandelt den Konzertsaal in die größte Hörkabine Österreichs. Denn bei Werken von Mozart und Schubert, jeweils in verschiedenen Ton-Varianten gespielt, können die Zuhörer live im Saal testen, welche Frequenzen sie noch gut hören und welche nicht. Auch Peter Aigner, Dirigent der „Upper Austrian Sinfonietta“, streicht die Wichtigkeit des Hörens hervor: „Die Bewusstseinsbildung im Umgang mit dem wichtigsten Organ eines Musikers, dem Gehör, kann nicht früh genug beginnen.“ Erfahrene Hörakustik-Experten stehen vor Ort für eine persönliche Hörberatung zur Verfügung.

„Hören ist nicht nur eine Leistung des Gehörs, sondern vor allem des Gehirns. Deshalb ist ein gesundes Gehör auch wichtig für die geistige Fitness“, sagt Hörakustik-Meister Christian Pelzmann von Neuroth, „je länger man schlecht hört, umso schwieriger wird es. Der Mensch wird hörentwöhnt und das Gehirn verlernt, das Gehörte richtig zu verarbeiten“.

Beitragsbild: blumenblueten-stock.adobe.com

 

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