Sicherer Umgang mit Tieren

von NEUES LAND

Kinder lieben Hunde, Katzen, Pferde und Co. – es kommt aber immer wieder zu Verletzungen im Umgang mit Tieren.

Jährlich werden rund 200 Kinder steiermarkweit nach Verletzungen durch Haus- und Bauernhoftiere im Spital behandelt. „In 60 Prozent der Fälle handelt es sich um Hundebisse beziehungsweise Verletzungen durch Hunde. In 40 Prozent der Fälle werden Verletzungen durch andere Haus-, Bauernhof- oder Weidetiere, vor allem Katzen und Pferde, behandelt. Auch Kühe und Ziegen sowie Hasen, Ratten und andere Kleintiere finden sich in der Kind-Tier-Unfallstatistik“, sagt Holger Till, Präsident des Vereins Große schützen Kleine und Vorstand der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendchirurgie Graz.

Verhalten

Verletzungsursache Nummer eins ist falsches, respektloses Verhalten gegenüber Tieren. Der Verein Große schützen Kleine startet mit Unterstützung des Tierschutzressorts des Landes Steiermark daher Kindergarten-Workshops für mehr Kindersicherheit und Tierwohl. Ziel ist es, den artgerechten und sicheren Umgang mit Tieren spielerisch zu vermitteln.

Auch zuhause sollte man mit dem Kind das richtige Verhalten gegenüber Tieren besprechen. Falsches Zutrauen oder Verniedlichung sind fehl am Platz. Tiere sind kein Spielzeug, sondern Lebewesen mit individuellen Grenzen, die respektvoll behandelt werden sollten. Kleinere Kinder sollten nie ohne Aufsicht durch Erwachsene mit Tieren alleine sein. Kinder können die Warnsignale von Hunden erst ab etwa acht Jahren erkennen. Hundehalter und Eltern sind deshalb verantwortlich, Kinder zu schützen. Schlafende oder fressende Hunde sollten niemals gestört werden. Hundeschulen, aber auch viele private Hundetrainer, bieten eigene Trainings zum Thema „Kind & Tier“.

Gefahr durch Kleintiere

Kleintiere wie Katzen, Hamster oder Mäuse wehren sich bei zu intensiven Liebesbekundungen oftmals durch Kratzen und Beißen, vor allem in Lippen und Wangen. Hamster sind eher nachtaktiv und eignen sich daher nur begrenzt als Haustiere für Kinder. Hauskaninchen wiederum sind Fluchttiere und lassen intensive Kuscheleinheiten oft nur in Schockstarre über sich ergehen. Vorsicht ist auch immer beim Füttern von Tieren in der Koppel wie Pferden, Eseln, Kühen und Ziegen geboten, damit es zu keinen Bissen kommt – und ein sicherer Abstand zu weidenden Kühen ist essenziell.

Beitragsfoto: generiert mit adobe firefly

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