Gesund altern

von NEUES LAND

Bewusstes Fasten und Selbstdisziplin sind der Schlüssel zu einem vitalen Lebensstil. Ein Patentrezept gibt es allerdings nicht.

Die durchschnittliche globale Lebenserwartung betrug im Jahr 2022 laut Weltgesundheitsorganisation WHO etwa 72,6 Jahre – Tendenz steigend. Viele Menschen suchen nach Wegen, gesund zu altern und ihre Lebensqualität zu verbessern. Was passiert in unserem Körper eigentlich beim Alterungsprozess und welche Faktoren beeinflussen ihn?

Der Alterungsprozess ist ein komplexer biologischer Vorgang, der auf zellulärer, molekularer und organischer Ebene stattfindet. „Unser Körper besteht aus 200 verschiedenen Zelltypen und in jeder einzelnen Körperzelle spielt sich während des Alterns ein Prozess ab“, sagt Corina Madreiter-Sokolowski vom Lehrstuhl für Molekularbiologie und Biochemie der Med Uni Graz.

Unterschiedliche Faktoren

Der Alterungsprozess wird von vielen unterschiedlichen Faktoren beeinflusst, einschließlich genetischer Veranlagung, Umweltfaktoren, Lebensstilentscheidungen und der allgemeinen Gesundheit. Zu viel UV-Licht vermeiden, Nikotin und Alkohol reduzieren, sich gesund, vielfältig und auch kalorienreduziert ernähren, Sport betreiben und auf die Regeneration nicht vergessen, soziale Kontakte pflegen – all das ist wichtig, um das Leben möglichst gut zu verlängern.

„Wir als Alterungsforscher an der Med Uni Graz arbeiten daran, die Mechanismen des Alterns besser zu verstehen und mögliche Interventionen zu entwickeln, um den Alterungsprozess zu verlangsamen oder zu mildern“, so Madreiter-Sokolowski. Die Ernährung hat einen besonderen Stellenwert. Eine vielversprechende Methode, gesundes Altern zu gewährleisten, ist das bewusste Fasten.

Gesunde Ernährung

Es gibt verschiedene Fastenmodelle, die sich in ihrer Dauer und den spezifischen Regeln unterscheiden. Jedes Modell hat unterschiedliche Auswirkungen auf den Körper und kann je nach individuellen Bedürfnissen und Zielen ausgewählt werden. Da Menschen als Individuen und ihre Körper unterschiedlich auf diverse Umwelteinflüsse reagieren, gibt es kein allgemein gültiges Fastenpatentrezept. „Aus wissenschaftlicher Sicht kann man noch nicht abschließend bewerten, welche Form des Fastens die effizienteste ist, es wird allerdings empfohlen, ein Fastenintervall von mindestens 14 bis 16 Stunden einzuhalten“, so Corina Madreiter-Sokolowski.

Beitragsfoto: Rawpixel.com – stock.adobe.com

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