Die Stimmung ist aufgeheizt

von Franz Tonner

Die Stimmung bei den Bauern ist aufgeheizt und in vielen Regionen eskaliert die Gewalt. So werden in Brüssel brutale Bauernproteste auf der Straße ausgetragen und in Polen werden Zugwaggons aufgebrochen und das ukrainische Getreide auf die Gleise geschüttet. Die Situation bei den Bauern ist dramatisch, sonst würden sie nicht solche Maßnahmen setzen. Die überbordende Bürokratie, überzogene Umwelt- und Tierschutzauflagen und jetzt noch zollfreie Ukraine-Importe haben das Fass zum Überlaufen gebracht.

Auch bei uns werden die Stimmen derer immer lauter, die ihr Recht auf der Straße einfordern wollen. Aber im Gegensatz zu vielen anderen Ländern steht Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig hinter seinen Bauern und bemüht sich am Verhandlungstisch um praktikable Regelungen. Neben den Verbesserungen im Rahmen des Green Deals, die noch ausbaufähig sind, hat Totschnig auch die Einführung von Schutzklauseln bei Importen aus der Ukraine ins Rollen gebracht.

So wichtig die Solidarität mit der Ukraine auch sein mag, sie darf nicht auf dem Rücken der Bauern ausgetragen werden. Es muss der EU gelingen, dass die Ukraine-Lieferungen ihren Weg wieder dorthin finden, wo sie zur Ernährung der Bevölkerung dringend gebraucht werden, und nicht dorthin, wo ohnehin genug vorhanden ist. Minister Totschnig weiß, wo der Schuh drückt, wir können ihm vertrauen,

meint Ihr Franz Tonner.

 

 

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