Weichberger

Bauer der Woche: Josef Vorauer bleibt optimistisch

von Karlheinz Lind

Optimistisch wie nie zuvor blickt Landwirt Josef Vorauer in die Zukunft. Die Krise sieht er als Chance für steirische Bauern.

Selten trifft man dieser Tage auf einen fröhlicheren Menschen, als Josef Vorauer es ist. Der Landwirt aus Söchau führt gerade Baumschnittarbeiten im Obstgarten durch, von der aktuellen Corona-Krise lässt er sich aber nicht einschüchtern. „Die Situation im Land ist zwar nicht zu unterschätzen, dennoch kommt es jetzt auf uns Landwirte an, Ausdauer und Kraft zu beweisen, das Land braucht uns“, weiß der Südoststeirer. Als die Stunde der Bauern sieht Josef Vorauer übrigens die aktuelle Zeit. Täglich kommen Menschen auf seinen Hof, um heimische Äpfel, Birnen oder Fruchtsäfte zu kaufen. „Die Menschen kehren zu ihren Wurzeln zurück und wissen gerade jetzt, wo es Gutes zu holen gibt, nämlich bei dem, der immer schon da war, beim Bauern.“

Josef Vorauer greift täglich zum Apfel.

Die Leidenschaft zur Arbeit am elterlichen Betrieb hat ihn schon als Kind gepackt, als er mit seinen Eltern und Großeltern erstmals Obst aus dem eigenen Garten geerntet hatte. „Dabei gilt mein größter Dank meiner Mutter und meinem Vater. Es war nicht immer einfach den Betrieb zu führen. Umso mehr bin ich stolz und dankbar dafür, dass sie mir das Vertrauen bei der Betriebsübergabe geschenkt haben.“ Das Fundament zur eigenen beruflichen Karriere in der Landwirtschaft wurde in der Obstbaufachschule Wetzawinkel gelegt. „Schon damals war mir bewusst, dass man aus heimischen Produkten viel machen kann, noch dazu, wenn man das Herz am rechten Fleck trägt und mit Bewusstsein an die Sache heran geht“, so der Landwirt.

Hobby und Herausforderung

Neben dem Obst werden am Hof von Sepp Vorauer auch Erdäpfel angebaut und Kürbiskernöl hergestellt, täglich namhafte Unternehmen, Kindergärten, Großküchen und zahlreiche Privatkunden beliefert. Dabei lebt 42-jährige von Anfang an eine gezielte Philosophie: „Egal ob Großküche oder Kleinkunde. Jeder einzelne Abnehmer bedeutet mir viel“, erzählt der Direktvermarkter und ergänzt: „Wir arbeiten nachhaltig mit den Schätzen der Natur. Zusammen als Bauernschaft sind wir gerade jetzt in der Krisenzeit stark und können Vieles bewegen, um den heimischen Lebensmitteln wieder mehr Wertschöpfung zu geben – zum Wohl unserer Konsumenten.“ Ist Sepp Vorauer übrigens nicht gerade am Feld oder in der Obstanlage zu finden, dann sucht er wohl die Ruhe in den Bergen. Das Wandern ist nämlich sein größtes Hobby.

Zur Person

Foto: privat

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