Fit durch heiße Tage

Thema Hitzewelle 2018

Belastungen durch hohe Temperaturen führen zu akuten Gesundheitsproblemen. Das Rote Kreuz rät zu einfachen Vorkehrungen.

Endlich Sommer! Und vor allem: endlich sommerliche hohe Temperaturen. Wenn die Quecksilbersäule deutlich steigt, kann das aber vor allem für hitzeempfindliche Menschen auch zur Belastung werden. Vor allem hochbetagte Menschen, Säuglinge und Kleinkinder sowie chronisch Kranke sind dann einem erhöhten Gesundheitsrisiko ausgesetzt. Besonders betroffen sind auch Männer und Frauen, die körperlich schwer arbeiten oder intensiv Sport betreiben.

Daher gilt: Viel trinken und zwar nicht erst dann, wenn man durstig ist. Das Durstgefühl setzt nämlich erst ein, wenn man bereits viel Flüssigkeit verloren hat. Und gerade bei älteren Personen ist das Durstgefühl oft reduziert. Die Trinkmenge ist individuell, sollte aber bei Hitze generell mehr als blich sein. Ratsam sind Wasser, Kräuter- und Früchtetees oder verdünnte Fruchtsäfte. Vermeiden sollte man koffeinhaltige oder alkoholische Getränke.

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Richtig kühlen

Nach Möglichkeit sollte der Aufenthalt im Freien bei großer Hitze und vor allem auch direkter Sonneneinstrahlung nach elf Uhr und vor 16 Uhr vermieden werden. Eine kühle – keine kalte – Dusche oder das Kühlen von Stirn, Nacken und erfrischt den Körper. Kalte Umschläge, kühle Unterarmbäder und Fußbäder helfen ebenso. Bei betagten Menschen wirkt das Besprühen mit Wasser  von Gesicht, Hals, Armen, Unterschenkeln und Füßen mit einem Pumpzerstäuber unterstützend. Nicht abtrocknen!

Die eigenen vier Wände sollte man möglichst kühl halten und daher am frühen Morgen oder späten Abend gut durchlüften. Tagsüber ist es sinnvoll, direkte Sonneneinstrahlung durch Fensterläden, Jalousien oder Vorhänge zu vermeiden. Ein nach dem Waschen aufgehängtes feuchtes Leintuch bringt Kühlung. Das funktioniert auch mit weiter, heller und atmungsaktiver Kleidung aus Naturfasern.

Einige Stunden in einem kühlen Bereich haben bereits einen massiven Entlastungseffekt für den Körper. Daher kühle oder klimatisierte Orte wie Kirchen Einkaufszentren, Plätze im Uferbereich von Gewässern oder auch einfach schattige Parks aufsuchen. Und: nur leichte Kost essen.

Tipps vom Roten Kreuz

  • Symptome von Hitze-Erkrankungen können sein: Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, hochroter Kopf, Fieber, Schwindel, Schüttelfrost, extremes Durstgefühl, verringerte Harnmenge (dunkelgelber Harn).
  • Wenn diese Symptome auftreten, unbedingt in den Schatten oder frische Luft zuführen, Wasser trinken und ruhen.
  • Falls sich der Zustand nicht bessert, Hilfe holen.
  • Falls die betroffene Person enge Kleidung trägt, diese lockern und kalte Umschläge auf die Stirn legen.
  • Den Oberkörper erhöht lagern.

Beitragsbild: fotolia.com/Paolese Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken

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