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Start der Zeckensaison

von NEUES LAND

Zecken sind weltweit verbreitet, lästige Blutsauger und Überträger von zum Teil ernsten Erkrankungen, die bis zum Tod führen können.

In Österreich ist die Mehrheit der Bevölkerung durch die „Zeckenimpfung“ zwar gut gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis geschützt. Für das Jahr 2021 weist die Statistik aber 124 gemeldete FSME-Fälle auf, im Jahr 2020 waren es 216 Fälle. „Allgemein gilt ganz Österreich als Zeckenrisikogebiet. Kein Bundesland ist FSME-frei. Zecken kommen so gut wie überall vor, ausgenommen sind nur mehr höhergelegene Regionen in den Alpen“, sagt Andrea Grisold vom Diagnostik- & Forschungsinstitut für Hygiene, Mikrobiologie und Umweltmedizin der Med Uni Graz. Z Abhängig von der Luftfeuchtigkeit, der Anzahl der Artgenossen und potenzieller Wirte können die blutsaugenden Spinnentiere bereits ab Temperaturen von fünf bis sieben Grad aktiv werden.

Lauerjäger

Zecken sind sogenannte „Lauerjäger“. Sie sitzen aber nicht auf Bäumen, sondern in Büschen und im (hohen) Gras und warten bis potenzielle Wirte vorbeikommen, an deren Körper sie sich klammern können.  Beliebte Regionen sind Kniekehlen, Genitalbereich, Bauchnabel, Hals und vor allem bei Kindern der Haaransatz. Ein guter Schutz gegen Zecken ist Kleidung mit langen Ärmeln und Hosen. Hohe Stiefel oder Socken über den Hosenbeinen machen es den Parasiten zusätzlich schwer.

Symptome

Ist die Zecke infiziert und ihr Opfer nicht geschützt, kann es zu FSME kommen. Rund ein bis zwei Wochen nach dem Zeckenstich treten grippeähnliche Symptome mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen auf. Bei einem Teil der Erkrankten kommt es zu einem zweiten Krankheitsgipfel und in schlimmen Fällen zur Meningoenzephalitis – einer Entzündung von Hirn und Hirnhäuten. Bewusstseinsstörungen und Lähmungen können die Folge sein. Eine vollständige Heilung wird mit zunehmender Schwere der Erkrankung unwahrscheinlicher.

Impfung

Die Impfung schützt vor den Folgen der FSME. „Geimpft werden kann ab dem ersten Lebensjahr, gefolgt von einer ersten Auffrischungsimpfung nach drei Jahren und nachfolgenden Impfungen alle fünf Jahre. Ab dem 60. Lebensjahr sollten die Auffrischungsimpfungen dann wieder alle drei Jahre durchgeführt werden“, so Grisold.

 

Beitragsfoto: KPixMining – stock.adobe.com

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