Schutz gegen Alltagslärm

von NEUES LAND

Lärm belastet die Ohren und die Psyche. Die steirischen Hörakustiker erklären, was man tun kann, um sich dagegen zu schützen.

Straßenverkehr, Musikberieselung und Großraumbüros – der ganz normale Alltagslärm sorgt für eine Dauerbeschallung, die den Ohren schaden kann. Altersschwerhörigkeit ist eine mögliche Folge. „Gerade der Straßenlärm in Großstädten und stark frequentierten Verkehrszonen ist ein wichtiger Faktor, der dazu führt, dass die Menschen einer laufenden Belastung ausgesetzt sind“, sagt Gabriele Machhammer, Steirische Landesinnungsmeisterin der Hörakustiker. Diese Lärmbelastung beschäftigt auch die WHO, die im Oktober des Vorjahres die Empfehlung ausgesprochen hat, der Durchschnittsgeräuschpegel des Straßenverkehrs solle nicht mehr als 53 Dezibel betragen. „In der Praxis müssen die Ohren bei starkem Verkehr zwischen 75 und 80 Dezibel aushalten“, sagt Machhammer.

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Aber nicht nur der Straßenverkehr, auch die Musikbeschallung in Lokalen und Geschäften, der Geräuschpegel in Kinosälen und der Hintergrundlärm in so manchen Großraumbüros, Schulen und Kindergärten belasten die Ohren. „Dieser Lärm verursacht zwar keine akuten Traumata, wie es etwa bei einem lauten Knall der Fall ist, doch die Gefahr der Altersschwerhörigkeit steigt, da die feinen Innenohrhärchen laufend belastet werden“, so Machhammer. Mehr als 800.000 Menschen in Österreich geben an, dass sie schlecht hören. Bis zum Jahr 2050 soll diese Zahl rund 1,5 Millionen betragen. „Die Dunkelziffer ist aber vermutlich viel höher“, sagt Machhammer.

Nicht nur laute Konzerte sind für unsere Ohren eine große Belastung, sondern auch Kinosäle, Geschäfte und Großraumbüros können Schaden anrichten. Foto: Pixabay

Auch die Ohren brauchen tägliche Pausen. Daher sollte man daheim für eine Ruheoase  sorgen und bewusst TV und Radio einmal abgedreht lassen. Damit sinkt zudem der mentale Stress. Für Menschen, die in der Freizeitgestaltung Lärm ausgesetzt sind, lohnen sich speziell angepasste Gehörschutz-Lösungen. „Ein Test beim Hörakustiker ist ab dem Alter von 40 Jahren ratsam, kann aber auch davor schon Sinn machen, wenn man den Verdacht hegt, dass langsam Hörprobleme auftreten. Etwa, wenn man sich schwertut, das Gegenüber zu verstehen, oder Hintergrundgeräusche im Gespräch als störend empfindet“, so Machhammer. Das richtige Hörgerät hilft dabei, die Geräuschaufnahme zu regulieren.

Beitragsbild: olly – stock.adobe.com

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