Weichberger

Pollensaison 2020: Frühblüher reizen

von NEUES LAND

Hasel, Erle, Esche: Die Pollensaison 2020 hat begonnen und erste blühende Frühlingsboten machen Allergikern bereits zu schaffen. Wechselhaftes Wetter bringt Entlastung.

Das schöne, milde Wetter hat den Pollenflug zum Leidwesen der Allergiker bereits gefördert. Während Regenfälle und sinkende Temperaturen vorübergehend Entlastung bringen, kann es in sonnigen Phasen wieder zu steigenden Pollenkonzentrationen in der Luft kommen. „Ganz Europa befindet sich jetzt mitten in der Erlenblüte. Die ungewöhnlich warmen Temperaturen Anfang dieser Woche können ein Massenstäuben bei den heimischen Erlen begünstigen und bei ,Frühblüher’-Allergikern zu Belastungsspitzen führen“, informieren Uwe E. Berger, Leiter des Österreichischen Pollenwarndienstes, und sein Team. Die Pollensaison 2020 hat also bereits begonnen.

Erlenpollenallergiker sollten körperlich fordernde Arbeiten im Freien und Areale mit dichten Erlenbeständen daher meiden. Die Haseln haben im Tal ihre Hauptblüte bereits überschritten, in mittleren und hohen Lagen ist die Belastung allerdings weiterhin mäßig bis hoch. Darüber hinaus befinden sich Pollen von Eiben- und Zypressengewächsen sowie Pappeln im Pollenspektrum, an klimatisch günstigen Standorten haben die ersten Eschen zu blühen begonnen.

Pollenwarndienst

Hasel und Erle sind übrigens mit der Birke nah verwandt. Durch eine Kreuzreaktion könnten auch Birkenpollenallergiker vom Pollenflug der „Frühblüher“ betroffen sein. Kreuzreaktionen kommen aufgrund ähnlicher Allergene vor, „das bekannteste Beispiel ist das Birkenpollen-Nuss-Kernobst-Syndrom, bei dem ein Birkenpollenallergiker allergisch auf den Verzehr eines Apfels reagiert, weil das Immunsystem das Protein im Apfel für ein Protein im Birkenpollen hält“, klärt man beim Pollenwarndienst auf.

Jucken in Mund und Rachen, Schwellungen von Mund, Zunge und Lippen, Heiserkeit, Taubheitsgefühl, Schwellung der Augenlider und Verdauungsprobleme können Symptome einer Kreuzreaktion durch ein Lebensmittel sein. Das gleiche Prinzip gilt für Kreuzreaktionen unter Pollentypen, die meist auf der engen Verwandtschaft basiert – eben Birkengewächsen beispielsweise. Pollen von Birke, Erle, Hasel, Hainbuche, Hopfenbuche, Buche, Eiche, Edelkastanie und Platane können demnach Kreuzreaktionen untereinander oder mit Lebensmitteln wie Kern- und Steinobst, Nüssen, Mandeln, Tomaten, Sellerie, Karotten und exotischen Früchten auslösen.

Beitragsbild: LianeM-stock.adobe.com

 

 

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