Weichberger

Lüften: Schneller Luftaustausch

von NEUES LAND

Durch einen hohen Frischluftanteil wird die Viruskonzentration in Innenräumen gering gehalten. Lüften ist daher mit Beginn der kalten Jahreszeit wichtiger denn je.

Mit den sinkenden Temperaturen verlagert sich das Leben zunehmend in Innenräume. Das bedeutet aber auch: Viren haben drinnen ein leichteres Spiel. Mit einfachen Maßnahmen kann man die Viruskonzentration in der Luft allerdings gering halten, richtiges Lüften rückt verstärkt in den Fokus. Studien besagen, dass SARS-CoV-2 in Räumen bis zu zwei Stunden infektiös bleiben kann. Das trifft vor allem dann zu, wenn mehrere Menschen im Raum sind, wenn Personen laut sprechen, schreien oder sich intensiv bewegen. Dann werden nämlich viele Tröpfchen und sogenannte Aerosole produziert. Dass Sars-CoV-2 nicht nur über größere Tröpfchen, sondern auch über winzige Schwebeteilchen übertragen werden kann, gilt schon länger als gesichert. Generell gilt: Das Risiko in Innenräumen ist wesentlich höher als draußen, wo sich Partikel rascher verflüchtigen.

Richtig lüften

Dauerlüften mit gekippten Fenstern bringt allerdings vergleichsweise wenig, vielmehr geht es um einen schnellen Luftaustausch. Das bedeutet: Stoßlüften. Fünf bis zehn Minuten lang sollten die Fenster weit geöffnet sein. Für Schulen lautet der Rat, den Vorgang alle 20 Minuten zu wiederholen. Klimaanlagen in Büros sollten nach Möglichkeit auf 100 Prozent Außenluft geschaltet werden. In diesem Zusammenhang geht es auch um die Luftfeuchtigkeit. Gerade im Winter liegt sie in beheizten Räumen oft bei unter 30 Prozent. Ein Wert von 30 bis 50 Prozent wird von den meisten Menschen als angenehm empfunden. Je nach Empfindlichkeit können darunter liegende Werte ganz grundsätzlich zu trockenen Schleimhäuten und brennenden Augen führen. Virushaltige Aerosole halten sich laut einer Studie in trockener Raumluft länger, während menschliche Schleimhäute wiederum durch die trockene Raumluft anfälliger für virale Infektionen sind.

Experten raten jetzt verstärkt zu sogenannten Kohlendioxid-Ampeln. Kohlendioxid-Messgeräte, die etwa in Klassenzimmern aber auch anderswo angebracht werden, können als Indikator für den Fischluftanteil dienen. Durch die Atmung der Personen in einem Innenraum wird dessen Luft ständig mit Kohlendioxid angereichert. Wird ein Kohlendioxid-Wert von 1.000 ppm überschritten, sollte gelüftet werden.

Beitragsfoto: gpointstudio – stock.adobe.com

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