Weichberger

Immunsystem: Körper und Geist stärken

von NEUES LAND

Gerade jetzt ist es wichtig, das Immunsystem zu wappnen. Dabei gilt: Körper und Geist gilt es gleichermaßen Gutes zu tun.

Die Covid-19-Infektionszahlen steigen, die Saison für Erkältungskrankheiten steht in den Startlöchern, da ist es höchst an der Zeit, sein Immunsystem bestmöglich zu stärken und Hygienemaßnahmen penibel in den Alltag einzubauen. Die Grazer Medizinerin Kristina Köppel-Klepp, die langjährige Erfahrung in der Schul- und Sportmedizin, Ernährungsmedizin und Akupunktur hat und ehemalige Teamärztin des SK Sturm ist, gibt Tipps für den Schutz vor Infektionskrankheiten. „Wichtig ist es, nicht nur regelmäßig die Hände zu waschen und zu desinfizieren, sondern nach der Schule beziehungsweise nach der Arbeit auch den Mund ausgiebig mit Wasser zu spülen und zu gurgeln.“ Ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, ist schon deshalb wesentlich, damit die Schleimhäute feucht gehalten werden. Feuchtigkeitsspendende Nasentropfen und Lutschpastillen unterstützen ebenfalls darin, dass sich Viren und Bakterien nicht so schnell festsetzen können. Räume sollten am besten stündlich gut durchgelüftet werden.

Grundsätzlich stärken

Wie kann man das Immunsystem ganz grundsätzlich stärken? „Gut für den Körper sind frisch gekochte Speisen, tägliche Bewegung an der frischen Luft und ausreichend Schlaf. Auch die Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt des Vertrauens gilt es nutzen, um eventuelle Mangelzustände oder Erkrankungen frühzeitig erkennen zu können“, sagt Köppel-Klepp. In einem ganzheitlichen Ansatz solle man gleichermaßen auf Körper und Geist achten, denn ein starkes Immunsystem beruhe auf einem starken Körper und auf einem starken Geist: „In unruhigen Zeiten ist es noch wichtiger, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.“

Ganzheitlicher Ansatz

Die Ärztin rät dazu, wirklich jeden Tag etwas für den Körper zu tun, auch die Sonne bewusst zu genießen, den Regen oder die Erde unter den Füßen zu spüren. Gleichzeitig soll das seelische Wohlbefinden immer im Blick bleiben. „Ein gutes Buch lesen, Freunde treffen, über Gott und die Welt diskutieren, lachen und weinen – man sollte einfach tun, was einem gut tut.“ Wenn negative Nachrichten Überhand nehmen, darf das Mobiltelefon und die Zeitung durchaus einmal zur Seite gelegt werden: „Es ist doch auch schön, sich über Kleinigkeiten zu freuen und Begeisterung in den Dingen zu finden, die man macht.“ Achtsam mit sich und seiner Umgebung umzugehen, das gilt nicht nur für Covid-19, sondern für viele Erkrankungen mehr.

Beitragsfoto: vectorfusionart – stock.adobe.com

 

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