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Energie fürs Lernen

von NEUES LAND

Wie man Körper und Geist von Kindern am besten auf den Schulstart einstimmt: Experten der Medizinischen Universität Graz geben Tipps.

Der Schulstart steht vor der Türe, für manche Kinder beginnt überhaupt ein neuer Lebensabschnitt. Gerade für Schulkinder gehören Frühstück und Pausenjause zu den wichtigsten Mahlzeiten für einen guten Start in den Tag. Dunkles Brot, Käse, Haferflocken, Obst, Nüsse und Samen liefern Energie. „Mit dieser Vielfalt an unterschiedlichen Lebensmitteln erreicht man auch eine gute Sättigung und langsame Versorgung mit Kohlenhydraten mit ausgewogener Zuckerbilanz und Vermeiden von Müdigkeit“, so Sandra Holasek vom Otto Loewi Forschungszentrum der Med Uni Graz. Nüsse sind ausgezeichnete Fettlieferanten und stecken voller Vitamine.

Auch für die Jause gilt: Langfristige Energielieferanten wie Vollkornprodukte oder Nüsse sind Trumpf. Gut sind auch Obst und Gemüse, Milchprodukte wie Joghurt oder Topfen liefern Eiweiß und Kalzium – hier sollte auf fettärmere Varianten zurückgegriffen werden. Wichtig vor allem bei kleineren Kindern: „Frühstücksmuffel sollten zumindest ein Getränk zu sich nehmen und eine größere Jause einpacken“, erklärt Sandra Holasek. Der Nachwuchs sollte unbedingt mitbestimmen dürfen. Hin und wieder darf ein Tag dabei sein, an dem der Nachwuchs selbst bestimmen darf, um die Motivation hochzuhalten.

Zur Ruhe kommen

Schlaf ist ein zentraler Aspekt, um die Gesundheit zu fördern. In den Ruhephasen regenerieren sich Körper und Gehirn. Psychisch hält uns langer und guter Schlaf stark, ausdauernd und flink. Gerade für die Kleinen ist ausreichend Ruhe wichtig. Je jünger das Kind, desto länger sollte es schlafen. Während ein Teenager im Alter zwischen 14 und 17 rund acht bis zehn Stunden Schlaf benötigt, sind es bei Sechsjährigen, die ihre Schulkarriere gerade erst starten, noch bis zu 13 Stunden.

Während im Rest des Körpers Regenerationsvorgänge gestartet werden, wird im Gehirn für Ordnung gesorgt. Informationen gehen vom Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis über, Neuronen gehen neue Verbindungen ein, alte Bindungen werden gefestigt und weniger wichtige Informationen aussortiert. So schafft das Gehirn Platz für neue Inhalte.

Bewegung zum Aktivieren

Genauso wichtig wie Ruhe ist es, Bewegung in den Alltag zu bringen. Sitzen im Bus, Sitzen in der Schule, Sitzen an den Hausaufgaben: Schon früh lernen die Kleinsten den sitzenden Lebensstil. „Bewegung in der Natur hat sich als besonders wertvoll erwiesen. Studien zeigen: Kinder brauchen Natur und ein grünes Ambiente wirkt wesentlich gesundheitsfördernder als der Aufenthalt in Stadtgebieten oder Innenräumen“, betont Maximilian Moser vom Lehrstuhl für Physiologie des Otto Loewi Forschungszentrums der Med Uni Graz.

Beitragsfoto: Irina Schmidt – stock.adobe.com

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