Diagnose Brustkrebs

von NEUES LAND

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung von Frauen in Österreich. Das Frauengesundheitszentrum unterstützt und stärkt Betroffene.

Der Oktober steht traditionell im Zeichen einer Krankheit, die eine von acht Frauen in Österreich trifft: Brustkrebs. Der Brustkrebsmonat geht auf eine Initiative der American Cancer Society aus dem Jahr 1985 zurück. Vorbeugung und Erforschung der Krankheit sowie die Behandlung nach der Diagnose Brustkrebs stehen vier Wochen lang im Fokus, um die Öffentlichkeit zu sensibilisieren.

Bei Brustkrebs handelt es sich um eine bösartige Veränderung des Brustgewebes. „Brustkrebs entsteht – wie jede Art von Krebs – durch eine Fehlsteuerung des Zellwachstums. Die Krebsursprungszelle bildet entweder neue Zellen, obwohl sie der Körper nicht benötigt, oder alte Zellen sterben nicht ab, obwohl dies entsprechend ihrem Lebenszyklus der Fall sein sollte. Krebszellen schaffen sich eine eigene Blutversorgung und bilden Eiweißstoffe, die es ermöglichen, in umliegendes Gewebe einzudringen“, klärt man im Öffentlichen Gesundheitsportal des Gesundheitsministeriums auf.

Viele Fragen

Erkrankte, die mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert sind, haben ein hohes Bedürfnis nach Information. „Frauen, die zu mir in die Beratung kommen, haben viele Fragen“, berichtet Marlene Schader, Expertin im Frauengesundheitszentrum und Leiterin des neuen Projekts „Gesundheitskompetent mit Brustkrebs leben“. Es hat zum Ziel, dass Frauen qualitätsvolle, verständliche Informationen zu ihrer Erkrankung erhalten. Was kommt auf mich zu? Wie werden sich die Behandlungen und die Nebenwirkungen auf mein Leben und meinen Alltag auswirken? Was kann ich selbst tun? Darüber hinaus geht es um Nutzen und Risiken alternativmedizinischer Angebote, dem Wunsch nach Austausch etwa in einer Selbsthilfegruppe, und weiteren Beratungsstellen und Unterstützungsangeboten für Frauen.

„Es ist erfreulich, dass Frauen, die an Brustkrebs erkranken, zunehmende Unterstützung auch in der Öffentlichkeit bekommen. Besonders wichtig ist es, Aktivitäten mit den Behandlungszentren zu koordinieren, damit die Informationen, die den Betroffenen vermittelt werden, fachlich und wissenschaftlich korrekt sind, aber in eine gut verständliche Form gebracht werden. Es freut mich, dieses Projekt unterstützen zu dürfen. Denn nur gut informierte Frauen können motiviert und sicher durch die Behandlung begleitet werden“, sagt Marija Balic, Leiterin des Brustzentrum Graz des LKH-Universitätsklinikums.

Beitragsbild: Uwe Grötzner-stock.adobe.com

 

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