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Schulmilchbauern punkten mit Frische

von Karlheinz Lind

Alljährlich wird am 30. September der Weltschulmilchtag gefeiert. Täglich werden von den steirischen Schulmilchbauern rund 20.000 Gläser und Becher an die Kinder ausgeliefert.

Gleich eingangs bringt es Hermann Madl, Sprecher der steirischen Schulmilchbauern, auf den Punkt: „Die 14 steirischen Schulmilchproduzenten versorgen flächendeckend alle Schulen in der Steiermark und sind somit ganz nah am Kunden von Morgen. Und dabei punkten wir mit absoluter Frische und Regionalität.“ Und Madl weiß genau, wovon er spricht. Seit dem Jahre 1998 wird am Hof Madl in der Gemeinde Seckau Schulmilch produziert. 60 Fleckvieh-Milchkühe und 60 Stück weibliche Nachzucht werden am reinen Heubetrieb gehalten. Und dabei ist Madl auf die Arbeit der steirischen Schulmilchbauern besonders stolz: „Die Milch, die heute gemolken wird, ist am nächsten Tag pasteurisiert beim Schüler. Dies ist sehr wichtig, da unsere Produkte nicht homogenisiert werden.“

Beeindruckende Zahlen

Die steirischen Schulmilchproduzenten beliefern rund 330 steirische Volksschulen, etwa 90 Mittelschulen und höhere Schulen sowie rund 80 Kindergärten mit tagesfrischen Milchprodukten. Seit Schulbeginn bringen die steirischen Schulmilchbauern täglich rund 20.000 Gläschen sowie Becher frischer Milchmixgetränke zu den Kindern. Zu Schulende werden es dann rund drei Millionen Milchshakes sein. In der Beliebtheitsskala der Kleinen führt Kakao mit 68 Prozent die Hitliste an. Es folgen mit 18 Prozent Fruchtmilchprodukte wie beispielsweise Erdbeer- und Bananenmilch. Der Anteil der Vollmilch am Schulmilchkonsum beträgt etwa zehn Prozent. Der Rest sind Fruchtjoghurts, Joghurtdrinks und sonstige Milchprodukte wie beispielsweise Molkedrinks.

Trotz dieser Erfolgsgeschichte sieht Madl auch große Herausforderungen: „Die Veredelung von Rohmilch kann nur im Familienverbund stattfinden, da dies mit einem enorm hohen Arbeitsaufwand verbunden ist. Viele Betriebe, die bereits vor vielen Jahren in diese Sparte gestartet sind, sind eben nun schon in Pension und haben keinen Nachfolger.“ Somit hat sich die Zahl der Betriebe, die Schulmilch liefern, in den letzten Jahren auch verringert. Bestehenden Betriebe sind erfreulicherweise gewachsen und versorgen jetzt eben größere Gebiete.

Kreative Kinder

Jedes Jahr animiert die Landwirtschaftskammer Kinder zu einem Malwettbewerb. „Mein persönlicher Schulmilch-Erlebnisbauernhof“ war das diesjährige Thema, das die jungen Zeichenkünstler mit Bleistift und Pinsel liebevoll malerisch in Szene setzten. Aus gleich 1000 eingereichten Kunstwerken von 60 steirischen Volksschulen hatte die Jury zu wählen. Vier große Talente erzielten einen Landessieg, acht weitere erreichten einen Stockerlplatz. Vizepräsidentin Maria Pein und Schulmilch-Sprecher Hermann Madl belohnten die Siegerinnen und Sieger mit einem Riesen-Malkoffer sowie anderen tollen Preisen.

Am Weltschulmilchtag beteiligen sich bereits 40 Länder und weisen auf die Bedeutung der Versorgung der Schülerinnen und Schüler mit Milcherzeugnissen hin. Denn mit Milch lässt sich das so genannte „10-Uhr-Tief“ gut und wirksam bekämpfen. Das ist ein Hauptgrund, warum Kinder in der Schule Milch und Milchprodukte trinken sollten. Milch und Milchprodukte enthalten alle notwendigen Nährstoffe zur Energieversorgung. Weiters ist Milch-Kalzium unentbehrlich für den Knochen-, Zahn- und Zellaufbau.

 

Beitragsfoto: LK-Stmk/Danner

 

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