Sicheres Weihnachten

von Gernot Zenz

Leider sind gerade in der eigentlich stillsten Zeit des Jahres besonders viele Feuerwehrsirenen zu hören. Deshalb hier die wichtigsten Tipps für ein sicheres Weihnachten.

Bis zu 800 Mal rücken die österreichischen Feuerwehren jedes Jahr zu Weihnachten aus. Das schönste Fest des Jahres ist Hochsaison für Zimmerbrände. Kein Wunder, die Kombination aus festlich geschmücktem Christbaum und feierlichem Kerzenlicht ist das Um und Auf jeder Weihnachtsstimmung. Damit diese Stimmung nicht in Richtung Panik kippt, hier ein paar Tipps für ein sicheres Weihnachten.

Und diese Sicherheit fängt schon lange vor dem Aufputzen an. Ideal ist es natürlich, wenn der Baum so spät wie möglich geschlägert wird. Den Baum auf alle Fälle so lange wie möglich draußen lagern, dann trocknet er nicht so schnell aus. Auch nicht in Garage oder Keller stellen. Wenn der Baum im Haus ist, ihn so gut wie möglich feucht halten. Ein Christbaumständer, in dem der Baum im Wasser steht, ist grundsätzlich ratsam. Der Christbaum sollte so viel Sicherheitsabstand wie möglich zu allem Brennbarem haben, also Möbel, Vorhänge, Tapeten. Ein halber Meter ist dabei das Minimum. Immer darauf schauen, dass der Baum auch sicher steht und nicht eventuell von Kindern oder Haustieren umgestoßen werden kann. Der Standort sollte auch frei von Zugluft sein. Echte Kerzen immer mit viel Abstand zum nächsten Zweig befestigen und immer gerade ausrichten. Niemals die Kerzen brennen lassen, wenn niemand im Zimmer ist. Besondere Vorsicht bei Wunderkerzen. Ihre Funken können richtig weit fliegen und den Baum in Sekundenschnelle in Flammen aufgehen lassen. Löschmittel wie ein Kübel Wasser, eine Löschdecke oder idealerweise ein Feuerlöscher immer griffbereit haben.

Vorsicht auch bei Lichterketten

Falls es trotz aller Vorsicht doch zum Brand kommt und der erste Löschversuch nicht erfolgreich ist, sofort raus aus dem Zimmer, Türe zu und den Notruf 122 für die Feuerwehr oder den Euronotruf 112 wählen. Der Raum füllt sich im Brandfall extrem schnell mit Rauch. Übrigens brennen die meisten Christbäume gar nicht zu den Weihnachtsfeiertagen, sondern erst später, wenn sie richtig trocken sind. Deshalb sollten Christbäume, die schon länger ihren “Dienst” tun, gar nicht mehr angezündet werden. Eine Alternative zu den Kerzen sind natürlich elektrische Beleuchtungen. Aber bei diesen kann immer etwas passieren. Bei älteren Systemen mit Glühbirnen entsteht ebenfalls Hitze. Keine Strohsterne oder ähnliche brennbare Gegenstände in deren Nähe aufhängen.

Wichtig ist auch, dass die Kabel unbeschädigt sind. Deshalb vor jedem Einsatz kontrollieren, gerade wenn die Lichterkette schon älter ist. Vorsicht auch vor extrem billigen Lichterketten aus dem Internet oder sonstigen Quellen. Auch ein Kurzschluss kann einen Zimmerbrand auslösen. Zumindest das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit müssen solche Lichterketten haben. Auch darauf achten, dass der Stromverteiler nicht überlastet wird. Also nicht zu viele Verbraucher dranhängen. Ganz abgesehen vom Weihnachtsfest: Rauchmelder im Haus sind heutzutage in jedem Haushalt ein Muss. In diesem Sinne: ein sicheres Weihnachten!

Beitragsbild: nilsp-stock.adobe.com

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