Neue Ausstellung im Bildungshaus St. Martin

Die Ausstellung „Innensichten” des international renommierten österreichischen Künstlers Oskar Stocker wurde kürzlich im Bildungshaus Schloss St. Martin eröffnet. Präsentiert werden die Bilder bis 10. Juli 2018 im ehemaligen Kohlenkeller des Schlosses.

Dafür wird erstmalig der Luftschutzstollen von St. Martin zum Kunstraum,von dort werden Bilder mittels Webcam übertragen. Der Stollen ist verschlossen und wurde erst kürzlich für wissenschaftliche Untersuchungen geöffnet. „Wir holen mit dieser Ausstellung ein Stück Grazer Zeitgeschichte in die Gegenwart und beleuchten den historischen Kontext rund um den Bau des Stollens. Die Kunst Stockers erinnert an Vergessenes, das tut gut zum Gedenkjahr”, betonte Bildungshausleiterin Anna Thaller.

Oskar Stocker gilt als einer der authentischsten zeitgenössischen Porträtkünstler Österreichs. Internationale Bekanntheit erlangte der 1956 in Osttirol geborene und in Graz lebende Maler durch seine Porträtserie „Facing Nations”, die anlässlich des 60. Jahrestags der Erklärung der Menschenrechte 2008 entstanden ist. Diese Bilder wurden zunächst in Graz, 2009 im Wiener UN-Gebäude und schließlich 2010 im UN-Hauptquartier in New York gezeigt. „Bequemlichkeit ist Stockers Sache nicht: Seine Bilder fordern zur Reflexion heraus, verweisen auf die feinen Schatten sowie die blinden, schwarzen und braunen Flecken der Vergangenheit und deren Wirkung im Jetzt”, unterstreicht Anna Thaller die Bedeutung der Werke.

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Seit 2016 wird der Kohlenkeller im Bildungshaus Schloss St. Martin als Kunstraum genutzt. Oskar Stocker macht diesen Innenraum des Schlosses zum Raum der Konfrontation. Denn, so schreiben die beiden Autorinnen Karin Peschka und Ljuba Arnautović anlässlich der Ausstellungseröffnung: „Im Verborgenen lebt dunkle Geschichte. Mienenspiel, Gesten und Haltungen erzählen von Schatten, die aus der Vergangenheit in die Gegenwart reichen. Oskar Stocker holt dieses Unsichtbare und Vergessene mit seinen Porträts und Zeichnungen ans Licht.” Stockers Porträts erfragen somit das Nachwirken der nationalsozialistischen Vergangenheit.

Für Rückfragen steht Anna Thaller unter 0664/9606510 gerne zur Verfügung. Die Ausstellung kann mit kostenloser Führung besichtigt werden und ist auch für Schulklassen (ab der fünften Schulstufe) zu empfehlen. Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken

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