Der Herbst-Zentralviehmarkt in Gasen hat für die Rinderbauern in der Region eine große Bedeutung und wird seit 50 Jahren alljährlich von der Gemeinde und vom Bauernbund veranstaltet.
Nur noch in Fischbach und Gasen gibt es Herbst-Zentralviehmärkte. Jener in Gasen – er findet immer zu Schulbeginn statt – feierte heuer ein Jubiläum. Zum 50. Mal luden die Gemeinde und der Bauernbund zum Auftrieb ein. In seiner Begrüßung nahm Bürgermeister Erwin Gruber auf dieses Jubiläum Bezug. Zusammen mit den 24 Frühjahrsmärkten – der letzte ging 2012 über die Bühne – wurden im vergangenen halben Jahrhundert rund 10.000 Rinder aufgetrieben. Den Gesamtumsatz bei den insgesamt 74 Märkten bezifferte Gruber mit 20 Millionen Euro. „Das ist gelebte Verantwortung der Gemeinde für die Bauernschaft in der Region“, betonte Gruber, dessen Gemeinde-Mitarbeiterteam bei der Vorbereitung und Durchführung des Viehmarktes voll im Einsatz war. Als Versteigerer fungierte Herbert Pfleger.

Auch LK-Präsident Andreas Steinegger (Mitte) besuchte den Herbst-Zentralviehmarkt und führte mit Bauern Gespräche.
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Geschichte des Viehmarktes
Vor 50 Jahren organisierten der damalige Bürgermeister Hans Reiter, Ludwig Köberl und Hans Gruber in Gasen erstmals einen Zentralviehmarkt mit Versteigerung. Bis 2012 gab es auch einen Frühjahrsmarkt. Insgesamt wurden bis jetzt 9908 Rinder aufgetrieben, von denen 9326 Tiere verkauft werden konnten. Der größte Auftrieb mit 335 Stück war 1994. Knapp dahinter folgte das Jahr 1992 mit 332 Tieren. Heuer waren es 47 Rinder, davon wurden 45 Tiere verkauft. 18 Personen holten sich einen Winker ab und bekundeten damit ihr Kaufinteresse. Tatsächlich kauften schließlich 12 verschiedene Händler beziehungsweise Landwirte Tiere.
Verlosung
„Generell war die Stimmung gut“, fasste Gruber den heurigen Viehmarkt zusammen. „Die Preise waren besser als in Fischbach.“ Präsident Andreas Steinegger dankte der Gemeinde für die Durchführung des Viehmarktes und nützte sein Grußwort auch dafür, die Bauern zu bitten, beim Futtermittel-Handel an dürregeschädigte Landwirte faire und vernünftige Preise zu verlangen. Als sein persönliches Jubiläumsgeschenk gab Steinegger jenem Auftreiber mit der höchsten BHK-Punktezahl einen 250 Euro-Gutschein. Über diese Anerkennung durfte sich Stefan Gruber aus Gasen (376 BHK-Punkte) freuen. Den unter allen Auftreibern verlosten 500 Euro-Warenkorb gewann Helmut Wetzelhütter aus Fischbach.

Warenkorb-Gewinner Helmut Wetzelhütter mit Ortsbäuerin Sofie Haubenwallner, Bürgermeister Erwin Gruber, Vizebürgermeister Robert Stelzer, Präsident Andreas Steinegger, Bauernbund-Obmann Peter Tösch, Kammersekretär Johann Rath, BB-Direktor Bernd Brodtrager und LAbg. Silvia Karelly.
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Veränderung in der Gemeindestube
Bürgermeister Gruber nutzte sein Grußwort auch dafür, die Bevölkerung auf seinen baldigen Abschied als Gemeindeoberhaupt einzustimmen. Er stellte Robert Stelzer als künftigen Bürgermeister und Hannes Willingshofer als dessen Vizebürgermeister vor.