Bunte Eier als Vitaminpakete, dunkle Schokolade als Hemmer von oxidativem Stress – und die Rolle von Essen für Geist und Seele.
Die Fastenzeit neigt sich dem Ende zu, Ostern steht vor der Tür – und damit ein reich gedeckter Tisch. Beim Schokohasen sollte man auf die dunkle Variante setzen, rät Sandra Holasek, Ernährungswissenschafterin an der Med Uni Graz: „Vor allem dunkle Schokolade kann durch den höheren Anteil an Flavonoiden zu einer besseren Gefäßwandfunktion über die Hemmung von oxidativem Stress führen.“ Bunte Bioeier wiederum sind eine effiziente Eiweißquelle und reich an essentiellen Aminosäuren und den Vitaminen E, D und B. Zur Osterjause sollte Salat, gesäuertes Gemüse und Kren genossen werden, um den Vitamin C Bedarf zu decken. Selbstgemachtes Ostergebäck aus Germteig sättigt gut und verringert den Kaloriengehalt der Jause, wenn es wenig gesüßt ist.
Worauf das Essen wirkt
Was wir essen, wirkt nicht nur auf unseren Körper, sondern beeinflusst auch unsere Gefühle und unsere Stimmung. Der Darm steht in wechselseitiger Kommunikation mit dem Gehirn. Dabei werden über Hormone, Immunbotenstoffe und Signale des Darmmikrobioms unter anderem Stimmung, Emotionen und Appetit beeinflusst. „Bewusst zu essen und abwechslungsreiche, nährstoffreiche, frisch zubereitete Mahlzeiten zu genießen, ist eine gute Basis für körperliches und psychisches Wohlgefühl“, sagt Maria Fanninger, Gründerin des Vereins Land schafft Leben.
Die Bedeutung der Ernährung für körperliche und psychische Gesundheit gewinnt auch in der modernen Medizin zunehmend an Relevanz. Bei der Lehrveranstaltung „Culinary Medicine“ an der Med Uni Graz wird in der Hofkochschule des Steiermarkhofs gekocht. „Mit ‚Culinary Medicine‘ vermitteln wir Studierenden konkrete Kompetenzen, um Patientinnen und Patienten künftig ganzheitlich und alltagstauglich begleiten zu können“, erklärt Wahlfachleiterin Sonja Lackner vom Lehrstuhl für Immunologie.
Spannendes Kochbuch
Mit dem Kochbuch „Ernährung für die Psyche – Richtig essen für die Seele“ zeigen Sabrina Leal Garcia, Klinische Abteilung für Medizinische Psychologie, Psychosomatik und Psychotherapie, Med Uni Graz, und Attila Várnagy, wie Ernährung gezielt zur Verbesserung der psychischen Gesundheit beitragen kann. Darin wird beschrieben, wie Darmgesundheit, Nährstoffvielfalt und Achtsamkeit beim Essen Stress reduzieren, Schlafqualität verbessern und das allgemeine Wohlbefinden fördern können.