Zur Weihnachtszeit landen besonders viele genießbare Lebensmittel in der Mülltonne. LK-Präsident Andreas Steinegger appelliert an die Konsumenten, bewusster und regional einzukaufen.
Das Weihnachtsfest naht und damit auch die Einkaufsplanung für die Feiertage. In vielen steirischen Haushalten werden dabei auch mehr Lebensmittel eingekauft als üblich. Leider landen dabei auch immer wieder hochwertige Produkte im Müll. LK-Präsident Andreas Steinegger dazu: „Weihnachten ist ein besonderes Fest, bei dem Besonderheiten hoch im Kurs stehen – auch beim Essen und Trinken. Diese kulinarischen Besonderheiten gibt es bei unseren Direktvermarkterinnen und Direktvermarktern in höchster Qualität. Und man wirkt gleichzeitig der Lebensmittelverschwendung und den Müllbergen entgegen.“ Unter dem Motto „Teller statt Tonne“ plädiert Steinegger für den regionalen Lebensmitteleinkauf. Viele Produkte werden bei Direktvermarktern lose angeboten. Damit kauft man nur so viel, wie man tatsächlich braucht. Dieser dosierte und gezielte Einkauf hilft damit auch beim Sparen. Wo Verpackungen unvermeidbar sind, greifen Bäuerinnen und Bauern mittlerweile häufig auf recycelbare Alternativen zurück.
Pro Kopf werden jährlich 11,2 Kilo genießbares Brot und Gebäck im Müll entsorgt. Bei Obst und Gemüse wirft jeder Steirer und jede Steirerin im Jahr 10,8 Kilo lupenreine Produkte weg. Ganze 4,8 Kilo sind es bei Milchprodukten und Eiern und bei Fleisch und Fisch landen 4,4 Kilo pro Person im Abfall. „Nicht nur angesichts der anhaltenden Lebensmittelpreis-Debatte sind das dramatische Zahlen, die wachrütteln sollten und uns Bäuerinnen und Bauern sehr weh tun“, so Steinegger.
Mehr Müll zu Weihnachten
In die selbe Kerbe schlägt auch Saubermacher-Gründer Hans Roth: „Während der Weihnachtsfeiertage entsteht jedes Jahr über 20 Prozent mehr Abfall und 166.000 Tonnen genießbare Lebensmittelabfälle im Wert bis zu 800 Euro pro Haushalt landen in der Steiermark im Müll.“ Das größte Einsparungspotential liegt laut Roth im bewussten Einkauf und im achtsamen Umgang mit Lebensmittel zu Hause. „Es ist dem Unternehmen Saubermacher ein großes Anliegen, dass jede Steirerin und jeder Steirer durch aktive Mülltrennung und Müllvermeidung etwas zum Klimaschutz beitragen und auch die heimische Wertschöpfung steigern kann. Das Bewusstsein für Regionalität fördert zudem den bewussten Genuss. Außerdem ist der Warenwert weggeworfener Lebensmittel fast immer höher als die Kosten für deren Entsorgung“, so Saubermacher-Gründer Hans Roth.
Landwirtin Julia Aichhofer aus Hitzendorf und Bauer Raphael Walcher aus Kumberg setzen auf die Direktvermarktung und bieten ihren Kunden Produkte, die dem Wunsch entsprechend portioniert sind. Auch das Verpackungsmaterial hält sich dabei in Grenzen.