Warum die Landwirtschaft mehr Wertschätzung verdient

von NEUES LAND

Die heimische Landwirtschaft leistet viel. Aber erhält sie dafür auch die angemessene finanzielle und gesellschaftliche Wertschätzung? Diese Frage stand im Zentrum des Raiffeisen-Agrarsymposions.

Rund 500 Landwirte und Vertreter aus der Politik und Wirtschaft trafen sich beim Raiffeisen-Agrarsymposium in der Raiffeisen-Landesbank (RLB) Steiermark. Zur Veranstaltung unter dem Motto „Wert und Wirkung: Landwirtschaft zwischen Anspruch und Anerkennung“ lud RLB-Aufsichtsratspräsident Josef Hainzl gemeinsam mit RLB-Generaldirektor Martin Schaller und dem Vorstandsteam.

Verbundenheit zur Landwirtschaft

Präsident Hainzl verwies in seiner Begrüßung auf die starke Verbundenheit von Raiffeisen mit der Landwirtschaft. „Die Landwirtschaft ist ein zentraler Wirtschaftsfaktor in der Steiermark und trägt maßgeblich zur regionalen Wertschöpfung und Versorgungssicherheit bei. Dennoch bleibt die finanzielle Anerkennung oft hinter der gesellschaftlichen Wertschätzung zurück, lediglich vier Prozent des Konsumentenpreises landen laut aktuellen Studien in den Taschen der Landwirte. Es darf jedoch kein Widerspruch zwischen Konsumenten- und Produzenteninteressen entstehen, beide Seiten sind Teil eines gemeinsamen Wertschöpfungskreislaufs. Mit dem Agrarsymposium schaffen wir bei Raiffeisen Steiermark eine Plattform, um gemeinsam an Lösungen für eine nachhaltige Zukunft zu arbeiten.“

Zukunftsperspektiven

Laut RLB-Generaldirektor Martin Schaller bleiben die Leistungen der Landwirte oft noch unsichtbar. Lediglich knapp zwölf Prozent des Konsums privater Haushalte in Österreich fließen im Schnitt in Lebensmittel. „Die Landwirtschaft verdient in Österreich eine hohe Wertschätzung, da sie umfassende ökologische und ökonomische Leistungen für Konsumenten und die Gesellschaft erbringt. Wir alle tragen dazu bei, dass dieses Vorhaben auch gelingt, denn echte Wertschätzung entsteht nur im Miteinander. Raiffeisen steht seit jeher an der Seite der Landwirtschaft, wir bieten Finanzierungslösungen bei Investitionen, begleiten umfassend bei Unternehmensnachfolgen und sind Partner für Initiativen, die Bildung und Zukunftsperspektiven im Agrar-Bereich fördern“, sagt Schaller.

Leistungen brauchen Sichtbarkeit

Neben der Möglichkeit zur Vernetzung begab man sich beim Agrarsymposium gemeinsam mit den Gästen auf die Suche nach Lösungsansätzen. In ihrer Key-Note begab sich die Landwirtin und Kommunikationsexpertin Michaela Sandmayr auf die Suche nach der Wertschätzung in der Landwirtschaft. „Leistung braucht Sichtbarkeit. Unsere Landwirtschaft leistet Enormes – Tag für Tag, oft still und im Hintergrund. Wenn wir als Bäuerinnen und Bauern unsere Geschichten erzählen, entsteht genau dort, wo Wert entsteht, auch Wertschätzung. Kommunikation ist dafür unser stärkstes Werkzeug, so Sandmayr. Das Thema Wertschätzung in der Landwirtschaft wurde im Rahmen eines Podiumsgespräches vertieft.

 

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