Waldverband Steiermark feiert drei Jubiläen

von Karl Brodschneider

Die Mitgliederzahl im Waldverband Steiermark wächst ständig und beträgt jetzt schon 17.000 Mitglieder. Seine starke Vermarktungsstruktur kann rasches und effizientes Handeln garantieren.

 

Vor 70 Jahren wurde der Waldverband Wechselgau gegründet. „Unsere Gründungsväter haben erkannt, dass die Bewirtschaftung des Kleinwaldes verbessert werden muss“, erinnerte Konrad Weninger beim Steirischen Waldbauerntag in Ottendorf an der Rittschein. „Nur eine starke Vermarktungsstruktur kann rasches und effizientes Handeln garantieren.“ Heute zählt der mittlerweile in Waldverband Hartberg-Fürstenfeld umbenannte Verband rund 1700 Mitglieder. Allein im Jahr 2024 kamen 250 neue Mitglieder hinzu, was auch der Sturm-Katastrophe im Raum Hartberg geschuldet war.

Größtes Rundholzvermarktungsunternehmen

Seit 35 Jahren führt der Waldverband Steiermark als Dachverband regionale Waldwirtschaftsgemeinschaften und Waldverbände zu einer Organisation mit mittlerweile 17.000 Mitgliedern zusammen. Und in den letzten 20 Jahren entwickelte sich die Waldverband Steiermark GmbH zum größten Rundholzvermarktungsunternehmen Österreichs.

Voll Stolz zählte Waldverband-Obmann Paul Lang diese drei Jubiläen auf und freute sich, dass über 600 Mitglieder zum Waldbauerntag gekommen waren. Unter den Ehrengästen waren auch der neue Bundesobmann Matthias Granitzer, LK-Präsident Andreas Steinegger und Landesrätin Simone Schmiedtbauer. Granitzer bezeichnete den Steirischen Waldbauerntag als österreichweites Aushängeschild. Steinegger erinnerte daran, dass er als ausgebildeter Forstwirtschaftsmeister ein besonderes Naheverhältnis zum jubilierenden Verband habe, schließlich habe er selbst im Bezirk Leoben den dortigen Waldverband als Obmann geleitet. Und in der Präsidentenkonferenz bringt er seine Erfahrungen als Obmann des Forstausschusses ein.

Wertschöpfungskette Holz

Schmiedtbauer bezifferte die Wertschöpfungskette Holz in der Steiermark mit 12 Milliarden Euro und betonte: „Wir müssen das mit Stolz hinaustragen, weil wir alle sind ein Teil davon.“ Im gemeinnützigen Wohnbau in der Steiermark werden inzwischen schon 30 Prozent Holz eingesetzt. Das ist weit mehr als in jedem anderen Bundesland. Für das nächste Jahr kündigte die Landesrätin eine besondere Aktion an. „Am Tag des Waldes werden wir als Bundesland Steiermark in Brüssel unsere Forstwirtschaft und unseren Holzbau präsentieren. Das soll auch bewirken, weitere Verbündete zu haben.“ Und sie schloss mit einem Sager, den man voraussichtlich noch oft von ihr hören wird: „Wir können Wald!“

Steirischer Waldwirtschaftspreis

Familie Haubenhofer

Die Bauernvertretung von Hartberg-Fürstenfeld freute sich mit Familie Haubenhofer über den verliehenen Waldwirtschaftspreis.

Die kurzweilige Versammlung wurde auch von der Festrede von Roman Schmidt zum Thema „Wert geschätzt“ sowie von erfrischenden Statements der jungen Waldbäuerin Anna Schaunitzer aus dem Ennstal und des Oststeirers Peter Strommer begleitet. Mit dem Steirischen Waldwirtschaftspreis wurde die Familie Karin und Josef Haubenhofer aus Hofkirchen ausgezeichnet. Seit 20 Jahren führen sie ihren Betrieb mit den Standbeinen Legehennen, Kalbinnenmast und Forstwirtschaft. Den Preis bekamen sie für ihre vorbildliche Bewirtschaftung des 18 Hektar großen Waldes.

Trauer um Josef Schiester

Obmann Paul Lang hatte aber auch eine schmerzliche Mitteilung zu machen. Einen Tag vor der Veranstaltung war der bekannte Waldbauer Ökonomierat Josef Schiester aus Vorau 70-jährig während der Waldarbeit plötzlich gestorben.

[© NL]

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