Von Patenhühnern bis zur steirischen Physalis

von Karl Brodschneider

Junge, mutige Bäuerinnen und Bauern stehen am Siegerpodest des diesjährigen Agrarinnovationspreises der steirischen Landwirtschaftskammer.

 

Das Prozedere bei der Ermittlung der Sieger des Innovationspreises Vifzack 2026 der Landwirtschaftskammer wurde heuer neu aufgestellt. Zur Hälfte wurde die Jury-Wertung herangezogen. Dabei mussten die Teilnehmer ihr Projekte präsentieren und Fragen beantworten. Bewertet wurden dabei auch die Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Dazu kam das Ergebnis des Publikumvotings. Letzten Endes setzten sich Lisa-Marie und Martin Gollowitsch aus Markt Hartmannsdorf durch. Sie reaktivierten den Gmoarieglhof, der zwei Generationen lang nicht mehr selbst bewirtschaftet wurde, und setzen dabei auf die Direktvermarktung (zum Beispiel von selbstgebackenem Bauernbrot) sowie neuen Ideen wie dem „Patenhuhn“. Der zweite Platz ging an Maria Bernhart und Gerald Binder aus Eibiswald. Auf ihrem Direktvermarktungsbetrieb produzieren sie nicht nur Ölkürbis, Käferbohne, Chili, Popcornmais und Wassermelonen, sondern auch die exotische Frucht Physalis.

Drei dritte Plätze

Mann jubelt

Die Familie Kroisleitner aus Rettenegg gewann den Jury-Preis.

Gleich drei Bewerber klassierten sich ex aequo auf dem dritten Platz. Samuel Friesinger aus Fehring betreibt eine kleine Freilauf-Landwirtschaft mit der alten Schweinerasse Bunte Bentheimer. Im historischen Stollen von Schloss Frauenthal bei Deutschlandsberg herrschen ideale Bedingungen für die „Schilcherland Pilze“ von Daniel Konrad. Und Michael Windberger kultiviert nahe Schladming auf 960 Meter Seehöhe Bio-Feldgemüse. Mit dem Jurypreis wurde die Familie Kroisleitner aus Rettenegg ausgezeichnet. Sie baute den Betriebszweig Fischzucht in den letzten Jahren immer mehr aus und betreibt auch eine Schaufischzucht.

Unterstützung durch LK

„Die heimische Landwirtschaft bringt Innovationen am laufenden Band hervor. Damit treiben die steirischen Bäuerinnen und Bauern den Fortschritt auf ihren Höfen voran und machen ihre Betriebe zukunftsfit“, unterstrich Präsident Andreas Steinegger bei der Siegerehrung. Vizepräsidentin Maria Pein ergänzte: „Die Innovatorinnen und Innovatoren auf den Höfen gehen mutige Schritte und begründen mit Feuereifer sowie unbändigem Umsetzungswillen neue Aktivitätsfelder. Damit sich aus vagen Ideen ein Meisterstück entwickeln kann, bietet die Landwirtschaftskammer den Bäuerinnen und Bauern als besonderen Service auch eine profunde Innovationsberatung an.“ Landesrätin Simone Schmiedtbauer dankte auch den Altvorderen am Hof, dass sie neue Ideen zulassen.

 

[© LK/Fuchs]

 

 

 

 

 

 

 

 

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