Steirische Forst-Delegation reiste nach Kanada. Es ging um die den Umgang mit Trockenheit, Waldbränden, Schädlingen und um die Waldbewirtschaftung.
Heuer gab es in der Steiermark mehr als 100 Waldbrände mit knapp 80 Hektar betroffener Fläche. Der Schaden und die Einsatzstunden waren enorm. Für Landesrätin Simone Schmiedtbauer ist das ein klarer Auftrag, bei der Waldbrandvorsorge und klimafitten Forstwirtschaft vorausschauend zu handeln. Deshalb reiste sie mit einer Delegation nach British Columbia in Kanada, um konkrete Erfahrungen und Maßnahmen für die Steiermark nutzbar zu machen. „Wir dürfen nicht warten, bis die Schäden noch größer werden. Wir müssen jetzt weiter vorsorgen und unseren Wald für die kommenden Jahrzehnte rüsten. Genau deshalb schauen wir nach British Columbia, wo man bereits viel Erfahrung in der Bekämpfung und Prävention großflächiger Waldbrände und Käferschäden hat“, so Landesrätin Simone Schmiedtbauer.
Wertvolle Erfahrungen
Im Mittelpunkt der Besichtigungen und Gespräche stand immer die Frage, welche erfolgreichen Ansätze sich auf die Steiermark übertragen lassen – von einer guten Infrastruktur mit ausreichend Löschwasserteichen über klare Einsatzketten und Abläufe bis hin zu gezielten Maßnahmen zur Prävention und raschen Eindämmung von Waldbränden. Ein besonderer Fokus lag daher auf einem klimafitten und standortangepassten Wald. Auch Maßnahmen gegen den Käferbefall wurden ausführlich besprochen.
Die grüne Mark
Für Schmiedtbauer ist klar: „Der Schutz des Waldes ist nicht nur eine ökologische Aufgabe, sondern auch eine Frage der wirtschaftlichen Zukunft der Steiermark.“ Rund 62 Prozent des Landes sind bewaldet. Die gesamte Wertschöpfungskette Holz schafft in der Steiermark rund 12 Milliarden Euro Wertschöpfung und sichert rund 55.000 Arbeitsplätze.