Volkspartei setzt auf Wirtschaft und neue Jobs

von Karl Brodschneider

Die Steirische Volkspartei zeigt beim Wirtschaftsforum sieben konkrete Handlungsfelder auf, mit denen sie das Land wieder auf die Überholspur bringen möchte.

 

Die Steirische Volkspartei widmet im heurigen Jahr der Wirtschaft ihre zentrale Aufmerksamkeit. „Es ist ein Schicksalsthema für unsere Steiermark“, betont LH-Stellvertreterin Manuela Khom und begründet: „Wirtschaft bedeutet Arbeit, und Arbeitsplätze ermöglichen ein selbstbestimmtes Leben, schaffen Wohlstand und sichern unseren Sozialstaat.“

Binnen weniger Tage setzte der VP-Landtagsklub dazu zwei deutliche Akzente. Beim Wirtschaftsforum in Graz zeigte Khom in ihrer Rede sieben zentrale Handlungsfelder auf, in denen sie wirtschaftspolitischen Handlungsbedarf, aber auch große Potenziale in der Steiermark ausmachte. Wichtig für den Wirtschaftsstandort sind, so Khom, der Energiesektor, die Internationalisierung, die Bereiche Infrastruktur, Innovation, Investition und digitale Souveränität sowie der Verteidigungs- und Sicherheitssektor.

Erneuerbare Energie

Khom machte sich für den Ausbau der erneuerbaren Energieträger stark und sagte: „Die Energiewende ist keine Ideologie, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Es ist daher erforderlich, dass wir uns zum Ausbau der erneuerbaren Energien, insbesondere in den Bereichen Wind und Photovoltaik, bekennen und gleichzeitig den Ausbau-Turbo zünden.“ Weiters erklärte sie, dass die Steiermark im Jahr 2026 wieder näher mit Slowenien zusammenrücken wolle und verlangte, dass der versprochene zweigleisige Ausbau der Straße von Graz nach Marburg wie ursprünglich geplant bis 2036 kommen müsse.

Neue Technologien

Als Kernkompetenz der Steiermark definierte Khom die enorme Innovationskraft. Weiters stellte sie in ihrer Rede klar, dass eine nachhaltige Konjunkturbelebung auch gezielte Investitionsimpulse braucht. Zudem gilt es, neue Technologien gezielt einzusetzen, um das Wachstum der steirischen Wirtschaft zu unterstützen. Khom erklärte: „Diese neuen Technologien wollen wir für uns nutzen. Egal ob im Gesundheitswesen oder im Verkehrssektor – wir brauchen dafür aber auch funktionierende rechtliche Rahmenbedingungen.“

Bei einem Gespräch mit Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl im VP-Landtagsklub pochte Khom auf die rasche Umsetzung eines Industriestrompreises. „Neben einem noch rascheren Ausbau der Energiewende braucht es wettbewerbsfähige Preise am Energiemarkt für die heimische Industrie“, so Khom.

Lohnnebenkosten kosten

Weil Österreichs Unternehmen unter massivem Kosten- und Wettbewerbsdruck stehen, traten beide für die Senkung der Lohnnebenkosten ein. Diese sind mit rund 27 Prozent der Arbeitskosten im EU-Vergleich überdurchschnittlich hoch. „Studien zeigen, dass hohe Lohnnebenkosten Arbeit verteuern, Beschäftigung bremsen und den Wirtschaftsstandort schwächen“, begründeten sie ihre Forderung.

 

[© Michaela Lorber]

 

 

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