Die Steiermark setzt auf noch mehr Windkraft

Die Steiermark überarbeitete das bisherige Sachprogramm Windenergie und legt 18 neue Zonen fest, wo bis 2030 mindestens 105 neue Windräder entstehen sollen.

von Karl Brodschneider

Derzeit speisen in der Steiermark 122 Windenergieanlagen mit einer installierten Leistung von 324 Megawatt ins Netz ein. Damit sind die bestehenden Vorrang- und Eignungszonen weitgehend ausgeschöpft. Für die Errichtung von 60 Windrädern laufen aktuell die behördlichen Verfahren. Das Regierungsprogramm sieht bis 2030 einen Zubau von 400 Megawatt Windleistung vor. Um das umsetzen zu können, wurde nun das novellierte Sachprogramm Windenergie 2026 (SAPRO) in die öffentliche Begutachtung geschickt. LH-Stellvertreterin Manuela Khom, Energielandesrätin Simone Schmiedtbauer und Landesrat Stefan Hermann stellten die Eckpunkte des neuen Sachprogramms vor. Es beinhaltet 18 neue Zonen. Diese setzen sich aus neun neuen Vorrangzonen, fünf neuen Eignungszonen sowie vier Erweiterungen von bestehenden Zonen zusammen und erstrecken sich über 29 steirische Gemeinden.

Landesrätin Schmiedtbauer erklärte: „Der Energieverbrauch steigt enorm. Wir müssen uns bei der Energieversorgung auf jene Ressourcen besinnen, die wir selbst im Land haben. Wir brauchen verlässlichen und leistbaren Strom und setzen dabei auf einen Mix aus Wasser, Photovoltaik und Wind.“ LH-Stellvertreterin Khom ergänzte: „Der Faktor Energie ist für den Wirtschaftsstandort Steiermark eine große Herausforderung.“

Bei der Festlegung der neuen Flächen wurde auf das Windangebot, die Energieableitung, Netzinfrastruktur, Erschließung und Projektumsetzungswahrscheinlichkeit geachtet. Gleichzeitig wurde der Schutz sensibler Bereiche (Ausschlusszone) erweitert.

Die Steiermark hat klare Ziele und will bis 2030 die Energie aus Windrädern um mindestens 400 Megawatt ausbauen. Kann das gelingen?

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