Der Steirische Bauernbund lud Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig zu Betriebsbesuchen und zu einem Treffen mit Bäuerinnen und Bauern ein.
Die Trockenheit und die schwierige Lage auf den Agrarmärkten stellen aktuell viele bäuerliche Familienbetriebe vor große Herausforderungen. Auf Einladung des Steirischen Bauernbundes besuchte Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig die Steiermark und informierte sich bei zwei Betriebsbesuchen über die Situation vor Ort.
Biobauernhof
Auf einem Bio-Grünlandbetrieb in Allerheiligen im Mürztal standen die Folgen der Trockenheit, insbesondere die zunehmende Futtermittelknappheit und die Marktsituation im Mittelpunkt. Gemeinsam mit LK-Präsident Andreas Steinegger wurden bessere rechtliche Rahmenbedingungen für den Zugang zu Wasser und die Wasserentnahme sowie eine kleinräumigere Schadensfeststellung bei Trockenheit thematisiert, damit regionale Unterschiede besser berücksichtigt werden können.
Schweinemarkt
Bei der Firma Steirerfleisch in Wolfsberg im Schwarzautal standen die angespannte Situation am Schweinemarkt und die Zukunft der heimischen Schweinehaltung im Fokus. Österreichs Betriebe leiden stark unter den internationalen Exportschwierigkeiten Spaniens infolge der Afrikanischen Schweinepest, was dazu führt, dass große Mengen von spanischen Billigschweinefleisch am europäischen Markt verbleiben.
Gute Diskussion
Am Abend diskutierten über 80 Bäuerinnen und Bauern im Buschenschank Hiebaum-Nagl in St. Stefan im Rosental mit dem Minister über aktuelle Herausforderungen und notwendige Lösungen. „Die Stärke des Bauernbundes ist unser großes Netzwerk. Wir haben den Besuch organisiert, um die Anliegen unserer Betriebe direkt an den Minister heranzutragen. Es braucht praxistaugliche Lösungen sowohl im Umgang mit Trockenheit als auch für die heimische Schweinehaltung. Der offene Austausch war sehr produktiv und der Minister hat unsere Anliegen positiv aufgenommen“, erklärte Bauernbund-Direktor Bernd Brodtrager.
Transparenzteller

Jungbauernobmann David Tischler und Minister Norbert Totschnig überreichen an Lukas Königshofer vom „Gasthof zur Post“ in St. Kathrein a. H. den Transparenzteller.
Im Zuge seines Steiermark-Tages machte Totschnig auch Station in St. Kathrein am Hauenstein. Im dortigen „Gasthof zur Post“ von Lukas Königshofer überreichte der Minister zusammen mit Jungbauern-Obmann David Tischler den Transparenzteller an den Gastronomen, der auf heimische Lebensmittel setzt und deren Herkunft offen kommuniziert.

