LK-Vizepräsidentin Maria Pein brachte es im Zuge einer Pressekonferenz in Graz gleich auf den Punkt: „Bäuerinnen sind klar treibende Kräfte im ländlichen Raum. Sie sind Unternehmerinnen, Impulsgeberinnen und stoßen Innovationen an.“ Gemeinsam mit LK-Präsident Andreas Steinegger, Landesbäuerin Ursula Reiter und drei innovativen Landwirtinnen rührte sie kräftig die Werbetrommel für die heimischen Bäuerinnen. Hat doch die UNO 2026 zum internationalen Jahr der Bäuerin erklärt. Bei der heurigen Woche der Land- und Forstwirtschaft stehen ihre Leistungen im Mittelpunkt vieler Aktivitäten. Pein weiter: „Besonders wenn es um neue Geschäftsmodelle und Einkommensquellen am Hof oder um Diversifizierung wie Direktvermarktung hofeigener Produkte oder „Urlaub am Bauernhof“ geht, sind Frauen diejenigen, die voran gehen.“
Dies bekräftige auch Präsident Andreas Steinegger: „Ziel ist es, die vielfältigen Leistungen der steirischen Bäuerinnen sichtbar zu machen und zu würdigen. Deshalb unterstützen wir als Landwirtschaftskammer die Bäuerinnenorganisation.“ Der Präsident weiter: „Sie sichern Familienbetriebe, ländliche Regionen und die Versorgung mit heimischen Lebensmitteln. Gleichzeitig sind Frauen in der Landwirtschaft das Herz und Rückgrat in den bäuerlichen Familien.“ Werden doch 38 Prozent der Höfe in der Steiermark von Bäuerinnen geführt.
Gut vernetzt
Für Landesbäuerin Ursula Reiter sind die Leistungen der 30.000 Frauen in der Land- und Forstwirtschaft unverzichtbar: „Vor allem Quereinsteigerinnen bringen neues Wissen und neue Perspektiven auf die Höfe, entwickeln eigene Standbeine, übernehmen Verantwortung und tragen wesentlich zur Weiterentwicklung der Höfe bei.“ Unterstützung erhalten die Bäuerinnen vom größten Frauennetzwerk der Steiermark, der Bäuerinnenorganisation. Die Landesbäuerin weiter: „Berufliche und persönliche Weiterbildung sowie Netzwerkarbeit stehen dabei im Mittelpunkt.“
Eine wichtige Rolle spielt auch die Ausbildung in der Land- und Forstwirtschaft. Bei den höheren land- und forstwirtschaftlichen Fachschulen liegt der Frauenanteil bei etwa 51 Prozent, bei den land- und forstwirtschaftlichen Fachschulen bei knapp 30 Prozent mit steigender Tendenz, bei den land- und ernährungswirtschaftlichen Fachschulen bei 91 Prozent und bei den Facharbeiterausbildungen zwischen 30 und 50 Prozent.