Steirische Kürbisernte bleibt hinter den Erwartungen

Das Wetter hat den Kürbisbauern heuer wieder einiges abverlangt. Trockenheit und Hitze sorgten für äußerst unterschiedliche Erträge, die Kernqualität ist glücklicherweise ausgezeichnet.

von Karlheinz Lind

Früher als sonst starteten die steirischen Kürbisbauern in die heurige Ernte. Bereits seit mehreren Wochen laufen im Süden des Landes die Maschinen auf Hochtouren. Jetzt geht es bereits Richtung Norden. Laut Arno Mayer, Leiter der Pflanzenbauabteilung der Landwirtschaftskammer, gibt es heuer sehr unterschiedliche Erträge: „Diese reichen von Totalausfällen bis hin zu Höchsterträgen.“ Besonders auf leichten Schotter- und Sandböden zeigten sich laut Mayer deutliche Ertragseinbußen, wobei Flächen nahe Flussläufen mit der Kernmenge überraschten.

Mayer weiter: „Eine leichte Verunkrautung der Flächen hat sich heuer besonders positiv ausgewirkt. Die Kürbis waren vor dem Sonnenbrand wesentlich besser geschützt.“ Auf unkrautfreien Versuchsflächen wurden heuer Temperaturen bis zu 70 Grad Celsius gemessen. Insgesamt war der Pflanzenbau-Chef von der Trockenheitstoleranz der neuen Kürbissorten sehr überrascht. Insgesamt sind die Kürbisse heuer wesentlich kleiner, weisen aber eine ausgezeichnete Kernqualität auf.

In der Steiermark wurden heuer rund zehn Prozent mehr Ölkürbis angebaut als im Vorjahr. Bereits im Frühjahr hatte die Landwirtschaftskammer nach dem Flächenrückgang 2025 mit einem Zuwachs von rund zehn Prozent gerechnet. Die endgültige Bilanz der Kürbisernte 2026 wird erst nach Abschluss der Ernte vorliegen.

 

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