Zwischen der Steiermark und Oberösterreich wird im Spitalsbereich die Zusammenarbeit über Bundesländergrenzen hinweg vertraglich geregelt.
Die Steiermark und Oberösterreich gehen in der Gesundheitsversorgung einen neuen gemeinsamen Weg und starteten mit Anfang April die erste bundesländerübergreifende Spitalsversorgung. „Mit dieser Kooperation betreten wir Neuland. Erstmals wird in Österreich eine strukturierte Zusammenarbeit über Bundesländergrenzen hinweg vertraglich geregelt. Damit schaffen wir eine nachhaltige Grundlage für eine Versorgung, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert – und nicht an Verwaltungs- und Bundesländergrenzen”, betont der steirische Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl.
Krankenhaus Bad Ischl
Künftig können Patientinnen und Patienten aus dem Bezirk Liezen, insbesondere aus dem Ausseerland, bei medizinischer Notwendigkeit auch Leistungen im Krankenhaus in Bad Ischl in Anspruch nehmen. Die Kooperation umfasst die Bereiche der Orthopädie und Traumatologie, der Allgemein- und Viszeralchirurgie und der Inneren Medizin und stellt damit eine gezielte Ergänzung zur bestehenden Versorgung dar.
Die Zusammenarbeit basiert auf einer klar geregelten Vereinbarung, die sowohl das medizinische Leistungsspektrum als auch die finanzielle Abwicklung definiert. Gleichzeitig wurde ein enger Abstimmungsmechanismus vereinbart. In der Anfangsphase finden regelmäßige Gespräche zwischen den Partnern statt, um die Entwicklung laufend zu beobachten und zu evaluieren und bei Bedarf nachzuschärfen. Von der Kooperation profitieren sowohl die Steiermark als auch Oberösterreich.
Erste Prognosen
Bereits bisher wurden viele Patientinnen und Patienten aus dem Bezirk Liezen im Salzkammergut-Klinikum behandelt. Durch die Kooperation wird die Versorgung von Gastpatienten auf ein solides Fundament gestellt. Gerechnet wird mit etwa 300 stationären sowie etwa 2500 ambulante Behandlungen pro Jahr, die durch das Salzkammergut-Klinikum übernommen werden. Gleichzeitig bleibt das LKH Rottenmann die zentrale Anlaufstelle für die stationäre Versorgung im Bezirk Liezen. Im Rahmen des Regionalen Strukturplans Gesundheit 2030 wird der Standort gezielt weiterentwickelt und gestärkt.