Berichte über Rindfleisch aus Brasilien, in welchem in der EU verbotene Wachstumshormone wie Trenbolon sowie dessen Abbauprodukt Trendion nachgewiesen worden sind, sorgen beim Steirischen Bauernbund für große Besorgnis. Der Einsatz solcher Hormone ist in der Europäischen Union seit 1989 untersagt. Umso alarmierender ist es, wenn derartige Produkte dennoch auf den europäischen Markt gelangen.
Für den Steirischen Bauernbund bestätigt dieser Vorfall die massiven Bedenken im Zusammenhang mit dem Mercosur-Abkommen. „Wenn Fleisch mit solchen Substanzen trotzdem in die EU importiert wird, dann versagt das Kontrollsystem – und das darf nicht passieren“, betonen Bauernbund-Obfrau Landesrätin Simone Schmiedtbauer und Bauernbund-Direktor Bernd Brodtrager.
Der Steirische Bauernbund richtet daher in einem offenen Brief eine klare Aufforderung an EU-Kommissar Olivér Várhelyi, der unter anderem für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zuständig ist, dass die bestehenden Importkontrollen konsequenter durchgeführt und bei Unstimmigkeiten mit der EU-Rechtsgrundlage ausnahmslos unterbunden werden. Schmiedtbauer stellt klar: „Produkte, die nicht den europäischen Produktions- und Sicherheitsstandards entsprechen, dürfen keinen Zugang zum EU-Markt erhalten!“ Brodtrager ergänzt: „Wir brauchen für die Absicherung unserer heimischen Versorgung neben den strikteren Kontrollen auch ein Importverbot für Produkte, die nicht unseren Herstellungsstandards in der EU entsprechen. Es geht um alle, die täglich essen, aber auch um jene, die unser Essen täglich produzieren.“
aktuelle Berichte über 62.781 Tonnen importiertes Rindfleisch aus Brasilien, in denen das Wachstumshormon Trenbolon sowie dessen Abbauprodukt Trendion nachgewiesen wurden, sorgen für große Besorgnis bei vielen Konsumentinnen und Konsumenten. Besonders alarmierend ist dabei, dass der Einsatz von Wachstumshormonen in der Europäischen Union zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung seit 1989 mit der Richtlinie 88/146/EEC des Rates ausdrücklich verboten ist.
Während europäische Landwirtinnen und Landwirte unter den strengsten Umwelt-, Tierwohl- und Gesundheitsauflagen produzieren, gelangen verbotene Lebensmittel in den europäischen Handelsverkehr. Für uns stellt sich nun die Frage: Warum haben in diesem konkreten Fall die Importkontrollen der Europäischen Union versagt?
Wir richten daher eine klare Aufforderung an Sie als zuständigen EU-Kommissar im Sinne der europäischen Verbrauchergesundheit und der eigenen Versorgungssicherheit. Im Sinne unserer europäischen Konsumenten: Die Importkontrollen an den EU-Außengrenzen müssen lückenlos durchgeführt und mitunter deutlich verschärftwerden.
Lebensmittel mit verbotenen Substanzen müssen zum Schutz der Konsumentinnen und Konsumenten vor Europas Grenzen rechtzeitig aus dem Verkehr gezogen werden.
Im Sinne unserer heimischen, europäischen Landwirtschaft: Um die heimischen landwirtschaftlichen Betriebe mit ihren hochqualitativen Erzeugnissen weiter in der Produktion halten zu können, sollen zukünftig nur jene Lebensmittelimporte zugelassen werden, die den europäischen Produktions- und Sicherheitsstandards Wir ersuchen Sie daher eindringlich, die bestehenden Kontrollmechanismen zu evaluieren und rasch Maßnahmen zu setzen, damit Fälle wie dieser künftig ausgeschlossen werden können.
Für den Steirischen Bauernbund,
LR ÖR Simone Schmiedtbauer, Bauernbundobfrau
DI Bernd Brodtrager, Bauernbunddirektor