Obstveredelung schon für viele ein wirtschaftliches Standbein

von Karl Brodschneider

Die Obstveredler-Superstars sind gekürt und kommen aus Vorau, Fehring und Leitring. Wohin geht bei Säften, beim Most und Edelbrand der Trend?

 

Die Landwirtschaftskammer hat die Top-Obstveredler des Jahres 2026 ausgezeichnet. „Saftproduzent des Jahres 2026“ ist das Mostgut Kuchlbauer aus Vorau. Den Titel „Mostproduzent des Jahres 2026“ holte sich der Obsthof Glanz-Pöltl aus Fehring. Günter Peer aus Leitring erreichte den Titel „Edelbrenner des Jahres 2026“. Sie setzten sich als Gesamtsieger durch und katapultierten sich von 233 Einreichern mit insgesamt 941 eingereichten Produkten an die absolute Spitze. Schon zuvor haben sie – das war Voraussetzung – die jeweilige Landesprämierung Saft, Most und Edelbrand mit Bravour gemeistert und wurden mehrfach zum Landessieger gekürt.

Nicht nur Getränke

„Immer mehr steirische Obstbauern sehen ihre Zukunft in der Herstellung von modernen Obstweinen, naturbelassenen Säften und feinen Bränden“, unterstrich LK-Präsident Andreas Steinegger. Etwa 500 der 1500 steirischen Obstbauern befassen sich mit der Weiterverarbeitung ihrer Früchte. Für rund 150 Obstbauern ist die Obstveredelung zur Hauptproduktionssparte geworden. Sie stellen Obstweine (Moste), Säfte, Edelbrände, Marmeladen, Chutneys, Essig oder Trockenobst her.

Zuckerarm und spritzig

Für Verkostungschef Georg Thünauer sind perfekte Qualität auf gleichbleibend hohem Niveau, höchste Professionalität und das Entwickeln von Innovationen das Um und Auf. Voll im Trend liegen, so Thünauer, derzeit gespritzte Säfte, zuckerarme und -reduzierte Fruchtgetränke, reinsortige Moste sowie spritzige Cider und innovative alkoholfreie Getränke. Bei den Bränden dominieren die klassischen Kern- und Steinobstbrände. Immer wichtiger werden jedoch holzfassgereifte Brände und Liköre mit weniger Alkoholgehalt – ein Trend, der sich weiter fortsetzt.

 

[© LK/Foto Fischer]

 

 

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