Die Apfelernte in der Steiermark ist voll angelaufen. Die Gesamternte dürfte heuer bei etwa 140.000 Tonnen liegen. Viele Obstbauern hören aber auf.
Trotz guter Ernteaussichten und sehr guter Qualität stehen die Apfelbauern unter massivem wirtschaftlichen Druck. In den vergangenen zehn Jahren konnten – bedingt durch Spätfröste, Dürreperioden und Hagel – nur drei Normalernten eingebracht werden. Dazu kommen stark gestiegene Betriebskosten, höhere Lohnkosten, neue Schädlinge sowie ein eingeschränktes Pflanzenschutzmittel-Angebot. Die Folgen sind gravierend. Innerhalb einer Dekade schrumpfte die Apfel-Anbaufläche in der Steiermark um 1500 Hektar auf 4750 Hektar, jeder fünfte Betrieb hörte auf.
Vor Ort beim Obstbauern
Derzeit gibt es in der Steiermark rund 900 Betriebe. Diese freuen sich heuer über ein gutes Erntejahr. Wie Obstbauern-Obmann Manfred Kohlfürst und LK-Vizepräsidentin Maria Pein in einer Pressekonferenz am Betrieb der Familie Ursula und Thomas Reiter in Gleisdorf informierten, wird die gesamte Apfelernte heuer bei 142.000 Tonnen liegen. „Diese Menge reicht für Österreich, damit können wir uns selbst versorgen. Und der österreichische Konsument will heimische Ware haben“, betonte Kohlfürst. 75 Prozent der österreichischen Apfelanlagen liegen in der Steiermark.