Die Hof-zu-Hof-Wanderung in Gasen bot einen willkommen Anlass zum Treffen der Meisterinnen und Meister. Viele von ihnen wurden geehrt.
Über 100 Meisterinnen und Meister der landwirtschaftlichen Berufe und ihre Angehörigen ließen sich den diesjährigen Jubiläums- und Familienwandertag in Gasen nicht entgehen und feierten hier auch ihre runden Prüfungsjubiläen. Die Höfewanderung war vom Bauernbund Gasen veranstaltet worden. Neben dem Willkommensgruß der Stoakogler war die Verleihung der Goldenen ARGE-Nadel an 28 Männer und Frauen, deren Prüfungen schon 60, 55 und 50 Jahre zurücklagen. Als erste Gratulanten stellten sich der Weizer Kammerobmann Sepp Wumbauer sowie der Gasener Bürgermeister Erwin Gruber ein. Seitens des ARGE gratulierten Obmann Markus Lanz, Meistersprecherin Theresia Harrer und Geschäftsführer Franz Heuberger den Geehrten.
Der älteste Meister
Der älteste Meisterjubilar war der 89-jährige Alfred Schlacher aus Bad Aussee. Der gebürtige Gasener, den es nach seiner Ausbildung in die Obersteiermark zog, ist Jahrgang 1935 und legte im Jahr 1965 die Meisterprüfung Gartenbau erfolgreich ab. Ebenfalls ihr 60-Jahr-Prüfungsjubiläum feierten Aloisia Kogler aus Rohrbach an der Lafnitz, Karl Löffler aus Markt Hartmannsdorf, Alois Mayerhofer aus Kaindorf bei Hartberg und Josef Matzhold aus Straden. Ein doppeltes Jubiläum beging Maria Höfler von der Baumschule Höfler in Puch bei Weiz. 1970 legte sie die Meisterprüfung in der Hauswirtschaft ab. Fünf Jahre später und somit vor genau 50 Jahren folgte die Meisterprüfung Obstbau.
Bauernbund Gasen
Der gegenseitige Erfahrungsaustausch, das Fachsimpeln in gemütlicher Runde und das gesellige Beisammensein kamen bei diesem Jubiläumswandertag nicht zu kurz. Nach einer Willkommensjause nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit, bei der Höfewanderung, die vom Gasener Bauernbund unter der Leitung von Obmann Peter Tösch perfekt organisiert wurde, die Landwirtschaft hautnah kennen zu lernen. So manche Meisterinnen und Meister aus ebeneren Lagen staunten unter den Eindrücken der außergewöhnlichen Bedingungen der Landwirtschaft im Berggebiet.
Aus dem ganzen Land
Die anwesenden Meister und Meisterinnen des Prüfungsjahrganges 1970 waren Margarethe Dunst aus Stubenberg, Josef Hofstadler aus St. Marein bei Graz, Hubert Kalcher aus Mariahof, Karl Mießl aus St. Margarethen an der Raab, Anna Rechberger aus Vorau und Johann Weberhofer aus Koglhof. Jene des Prüfungsjahrgangs 1975 waren Anna Ackerl aus Gersdorf an der Feistritz, Karl Berger aus Anger, Rudolf Brand aus Gössendorf, Heinrich Eitljörg aus Puch bei Weiz, Alois Grabner aus Thannhausen, Christine Hödl aus Eggersdorf bei Graz, Anni Holzer aus Frohnleiten, Sophie Koch aus Unterrohr, Michael Maier aus Neumarkt in Steiermark, Josef Pußwald aus Bad Waltersdorf, Franz Ranftl aus Bad Radkersburg, Franz Reif aus Thalheim, Johanna Schober aus Maria Lankowitz, Alexander Sprinz aus Oberzeiring, Josef Ulz aus Markt Hartmannsdorf sowie Friedrich Zechner aus St. Lambrecht.
ARGE mit 1500 Mitgliedern
Die ARGE der Meisterinnen und Meister Steiermark ist eine Vereinigung aus geprüften Meistern in sämtlichen landwirtschaftlichen Sparten. Sinn und Zweck der Organisation sind die Beratung, Betreuung und die Weiterbildung der steirischen Meister-Betriebe. Die ARGE zählt in der Steiermark aktuell 1500 Mitglieder. Die Arbeitsgemeinschaften sind auf Landes- und Bundesebene organisiert und vertreten die Anliegen, Wünsche und Interessen der Mitglieder in relevanten Gremien und in der Öffentlichkeit.
Die Meisterinnen- und Meisterausbildung in der Landwirtschaft ist wie in allen anderen Berufsgruppen die höchste Fachausbildung. Jährlich legen im landwirtschaftlichen Bereich durchschnittlich knapp 80 Männer und Frauen erfolgreich die Meister-Prüfung ab. Die landwirtschaftliche Berufsausbildung umfasst 16 verschiedene Berufe, von denen Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Wein-, Obst- beziehungsweise Gartenbau und ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement am bedeutendsten sind.
[© ARGE Meisterinnen und Meister Steiermark]

