Landwirtschaftskammer auf Sparkurs

von Karl Brodschneider

Die Genehmigung des Budgets 2026 war der wichtigste Punkt bei der letzten Kammervollversammlung vor der Landwirtschaftskammer-Wahl. Nur die Grünen stimmten nicht zu.

 

Die letzte Kammervollversammlung vor der Landwirtschaftskammer-Wahl im Jänner verlief ruhig. Der wichtigste Beschluss betraf das Budget 2026. Hier wirken sich die die Inflation und Reduktion der Landesmittel aus. Bei einem Gesamtertrag von 53,1 Millionen Euro kommt es zu einem Gebarungsabgang in der Höhe von 1,93 Millionen Euro. „Wir nehmen die Herausforderung an“, sagte Kammerdirektor Werner Brugner und nannte die beabsichtigten Maßnahmen zur Gegensteuerung: „Personalkosten reduzieren. Ausscheidende Mitarbeiter nicht nachbesetzen, sondern intern umbesetzen. Sachkosten verringern. Mehreinnahmen erzielen.“

Bezirkskammer Leibnitz

Dieser Sparkurs zeigt sich auch bei den Investitionen, wo die Fertigstellung der Bezirkskammer Murau mit einer Million Euro der größte Ausgabeposten ist. Was die Bezirkskammer Leibnitz betrifft, heißt es: „Die geplanten Investitionskosten in der Höhe von 5,8 Millionen Euro können in Angriff genommen werden, sofern die Verhandlungen mit dem Land Steiermark hinsichtlich einer Zusage zur Teilfinanzierung positiv abgeschlossen sind.“

Für das Budget 2026 kommen 20,85 Millionen Euro – inklusive Umweltberatung – vom Land Steiermark, heuer waren es 21,6 Millionen Euro. Abschließend erklärte Brugner: „Wir haben vor, 2029 oder spätestens 2030 wieder ausgeglichen zu bilanzieren“, und er betonte: „Wir haben keine Schulden!“ Dem Budget 2026 stimmten alle zu – bis auf die Grünen.

Kammermedaille in Silber

Ehrung Stückler

Kammerdirektor Werner Brugner, Landesrätin Simone Schmiedtbauer, LK-Präsident Andreas Steinegger, Rudolf Stückler, Vizepräsidentin Maria Pein und Ökonomierat Josef Kowald.

Im Rahmen der Vollversammlung fand auch die Verleihung des Förderungspreises für beispielhaftes Bauen statt. Zudem wurde Rudolf Stückler mit der Kammermedaille in Silber ausgezeichnet. Die Landwirtschaftskammer begründete: „Stückler hat nicht nur im AMA-Marketing Spuren hinterlassen, sondern auch für die Fleischwirtschaft in unserem Bundesland Wesentliches geleistet!“

 

[© NL]

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