Heimische Biomasse schafft Wertschöpfung

von NEUES LAND

Mit der Mitteleuropäischen Biomassekonferenz wurde Graz kürzlich zum Zentrum erneuerbarer Energieträger. 1500 Teilnehmer aus 40 Nationen waren gekommen.

Die heimische Forstwirtschaft und somit die Produktion von Biomasse hat in der Steiermark eine enorme Bedeutung. Da passt es sehr gut ins Bild, dass bereits zum achten Mal die Mitteleuropäische Biomassekonferenz in Graz stattgefunden hat. Das Ziel dieser Konferenz ist es, Politik, Forschung und Praxis weiter zu vernetzen. Sie fasst alle drei Jahre den Stand des Wissens zum Thema Bioenergie zusammen und stellt die Weichen für die kommenden Jahre.

„Wer Klimaschutz, Versorgungssicherheit und heimische Wertschöpfung ernst nimmt, kommt an Biomasse als wichtigen Bestandteil der Energiezukunft nicht vorbei“, erklärte Bundesminister Norbert Totschnig im Zuge einer Pressekonferenz. Durch die Nutzung von Biomasse wird grünes Wachstum gefördert, regionale Wertschöpfung generiert und der ländlicher Raum gestärkt.

Mehr Energieholz

Dies bekräftigte auch Agrarlandesrätin Simone Schmiedtbauer: „Biomasse ist für uns in der Steiermark der wichtigste erneuerbare Energieträger und macht rund 65 Prozent aller Erneuerbaren aus. Als waldreichstes Bundesland setzen wir auf die nachhaltige Bewirtschaftung unserer Wälder. Durch den Klimawandel und die Naturverjüngung rechnen wir auch in den nächsten Jahren mit einem erhöhten Aufkommen von Energieholz und damit mit einem enormen Wachstumspotenzial in der Biomasse.“ Gerade im Bereich Biomasse ist die Steiermark ein echtes Innovationsland. Daher fördert das Land ab dem 1. Februar wieder den Tausch in die Jahre gekommener nachhaltiger Heizungen hin zu modernen, effizienten Erneuerbaren.

Steiermark als Vorreiter

Mit mehr als 600 regionalen Biomasseheizwerken und 40 Biomasse-KWK-Anlagen, bestens ausgebildeten Land- und Forstwirten und einer international führenden Holzindustrie ist die Steiermark weltweit eine Leitregion für die Bioökonomie. In der Steiermark hat man sehr früh erkannt, dass eine gute Waldausstattung enorme Vorteile für die regionale Wirtschaft bringt. „Für die Zukunft ist es entscheidend, dass Politik versteht, wie regionale Nachhaltigkeit funktioniert“, so LK-Präsident Andreas Steinegger abschließend.

 

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