Gerade in der Steiermark hat die Veredelungswirtschaft und somit die Schweinehaltung große Bedeutung. Mit viel Engagement und Leidenschaft wird auf den meist familiär geführten Höfen Schweinefleisch produziert. Leider geraten diese Betriebe immer öfter in die Kritik des VGT, so auch in dieser Woche.
Die Aktivisten vom VGT haben mit der Meldung über 1025 Anzeigen gegen Schweinehalter eine mediale Aufmerksamkeit erreicht. Die Argumente sind bekannt und versetzen die steirischen Schweinebauern nicht in Angst und Schrecken. Seitens der Styriabrid und der Schweinehaltung Österreich will man sich das trotzdem nicht gefallen lassen, dass eine Berufsgruppe ständig von einem überschaubaren Kreis in Misskredit gebracht wird. Zuviel Aufmerksamkeit will man dieser seltsamen Gruppierung allerdings auch nicht schenken. Styriabrid-Obmann Josef Kaiser dazu: „Ich kann dazu nur sagen, dass ich überhaupt nicht weiß, worauf sich der VGT da bezieht. Unsere steirischen Betriebe halten sich an geltende Gesetze. Wir haben eine Tierhalteverordnung, die genau definiert, wie Schweine zu halten sind.“
Bereits viel erreicht
Obmann Kaiser weiter: „Wir in Österreich haben aber jetzt fast 25 Prozent mehr Platz für unsere Schweine, haben strukturierte Buchten, haben weniger perforierte Liegeflächen, haben mehr Beschäftigungsmaterial und darum erschließt sich mir nicht, was es daran noch zu kritisieren gibt.“ Die Tierwohl-Standards werden laut Kaiser immer wieder angehoben – gerade auch durch entsprechende Initiativen der Supermarktketten. Dadurch sei der Anteil an Tierwohl-Schweinen in Österreich in den vergangenen drei Jahren von fünf auf zehn Prozent angestiegen.

Styriabrid-Obmann Josef Kaiser lässt sich die Vorwürfe nicht gefallen. [© Arthur]
Harsche Kritik an der Vorgehensweise des VGTs übt auch Bauernbund-Direktor Bernd Brodtrager in einer ersten Reaktion: „Mit dieser Aktion überschreitet der VGT mittlerweile Grenzen. Es wird Tierleid kolportiert und Familienleid erzeugt. Die Leidtragenden sind somit die jungen Hofübernehmer, die dadurch verunsichert werden und nicht mehr investieren wollen.“
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Langsam kommt in mir der Verdacht auf, dass die landwirtschaftliche Vertretung in der österreichischen Politik nicht viel zu sagen hat.
Wie kann es sein, dass der Milchpreis gleich hoch ist wie vor 30 Jahren, das der Fleischpreis bei Rindern ewig lang braucht bis er steigt und gleichzeitig in einem Monat wieder stark fällt?
Vielen ist nicht klar wir schlecht die Stimmung zur Zeit in den Betrieben ist. Mit Ehrungen von Betrieben allein wird die Stimmung nicht besser.