Neu im Angebot für Menschen mit Pollenallergie sind Services wie die KI-gestützte Assistentin „Pollee“, die qualitätsgesichert Wissen liefert, sowie das Webinar „Pollinar“.
Die Birkenblüte macht bereits vielen zu schaffen. „Die Belastungen durch die Frühblüher werden in den Niederungen und Tallagen vermutlich noch bis Ende März anhalten, aber an Intensität verlieren“, informiert Lukas Dirr, Aerobiologe beim Österreichischen Polleninformationsdienst. Rund zwei Millionen Menschen sind in Österreich von einer Allergie betroffen – mit seit Jahren steigender Tendenz. Fachleute raten dringend, Beschwerden fachärztlich abklären und behandeln zu lassen. Niesen, juckende und tränende Augen, eine verstopfte Nase oder Atemprobleme können sich im Laufe der Jahre verstärken. Zudem besteht das Risiko, dass sich ein allergisches Asthma entwickelt oder weitere Allergien hinzukommen.
Nicht auf die leichte Schulter nehmen
Viele Betroffene betrachten allergische Erkrankungen als lästig, aber harmlos. „Eine verhängnisvolle Sorglosigkeit“, warnt Petra Zieglmayer, Allergologin und Fachärztin für HNO-Heilkunde. Die allergenspezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) setzt an der Ursache an: Das Immunsystem wird schrittweise an den Allergieauslöser gewöhnt. Voraussetzung für den langfristigen Erfolg ist Konsequenz: Die Behandlung muss über einen Zeitraum von drei Jahren regelmäßig durchgeführt werden.
Hohe Pollenbelastung
Aktuelle Prognosen deuten auf insgesamt hohe Pollenkonzentrationen im heurigen Jahr hin. Viel Pollen heißt nicht immer starke Beschwerden. Entscheidend ist auch der Verlauf der Saison. Steigt die Belastung langsam an, kann sich der Körper besser anpassen. Ein abruptes Einsetzen und starke Temperaturschwankungen während der Saison hingegen werden häufig als besonders belastend wahrgenommen.
Digitale Assistentin
Um Menschen mit Pollenallergie noch gezielter und rund um die Uhr zu unterstützen, wurde die digitale Assistentin „Pollee“ entwickelt. Die Antworten sind fachlich korrekt, qualitätsgesichert und auf die Situation in Österreich abgestimmt. Im Februar konnten bereits mehr als 3.000 Interaktionen verzeichnet werden. Ein weiteres neues Angebot ist das „Pollinar“, ein Online-Format in Kooperation mit der IGAV – Interessensgemeinschaft Allergenvermeidung, das speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit Pollenallergie zugeschnitten ist. Das erste Pollinar findet am 15. April 2026, 17 bis 19 Uhr, zum Thema Gräserpollenallergie statt.
Weitere Infos: www.polleninformation.at
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