Über 50 Landwirtinnen aus Graz und Umgebung wurden beim Bäuerinnentag in Dobl in Würdigung ihrer Leistungen mit der Bäuerinnennadel geehrt.
Der Mehrzwecksaal in Dobl war vollbesetzt, die Stimmung großartig, das Programm beim Bäuerinnentag abwechslungsreich. Bezirksbäuerin Andrea Simperl freute sich, zusammen mit den Gemeindebäuerinnen aus Dobl-Zwaring. Premstätten, Seiersberg-Pirka, Feldkirchen, Kalsdorf und Wundschuh auch viele Ehrengäste begrüßen zu dürfen. Unter ihnen waren LK-Präsident Andreas Steinegger, die Landtagsabgeordneten Silvia Karelly und Johannes Wieser, Kammerobmann Manfred Kohlfürst und zahlreiche Gemeindevertreter. Für die neue Landesbäuerin Ursula Reiter war das auch eine gute Gelegenheit, sich persönlich vorzustellen.
Größtes Frauennetzwerk
In einer Interviewrunde blickten die früheren Bezirksbäuerinnen Grete Auer, Gusti Maier und Gabi Konrad auf Höhepunkte in ihrer Wirkungszeit zurück. Ein Film stellte die über 70-jährige Geschichte der Bäuerinnenorganisation dar. Sie wurde 1955 gegründet und gilt mittlerweile als das größte Frauennetzwerk in der Steiermark. Unter der ersten Landesbäuerin Emma Kaltenegger (1955-1976) gab es Anfang der 1960er-Jahre die ersten Bäuerinnenwahlen. Unter Maria Stangl (1976-1991) wurden das Wochen- und Karenzgeld eingeführt. Die Bäuerinnenpension kam in der Zeit, als Grete Pirchegger (1991-2001) als Landebäuerin wirkte.
Bäuerinnenarbeit ab 2000
Unter Katharina Zechner (2001-2011) folgte die gesetzliche Verankerung des Bäuerinnenbeirats im Landwirtschaftskammergesetz. Landesbäuerin Auguste Maier (2011-2021) setzte auf verschiedene Lebensmittel-Kampagnen. Landesbäuerin Viktoria Brandner (2021-2026) waren die Lebensqualität am Bauernhof und die Mitarbeit von mehr Bäuerinnen in den verschiedenen agrarischen Gremien und Organisationen ein Herzensanliegen.
Höhepunkt des Bäuerinnentags in Dobl war die Überreichung der Bäuerinnennadel an verdiente Frauen. Insgesamt bekamen 54 Landwirtinnen aus Graz und Umgebung diese Auszeichnung.
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