Getreide, Mehl und Brot aus dem Vulkanland

Der Vulkanlandweizen zeigt vor, wie regionale Landwirtschaft, Lebensmittelverarbeitung und Handwerk gemeinsam Versorgungssicherheit schaffen können. Die heurige Ernte beträgt etwa 1300 Tonnen.

von NEUES LAND

Was heute selbstverständlich erscheint, war vor etwas mehr als zehn Jahren noch eine mutige Vision. Damals zweifelten viele daran, dass das Steirische Vulkanland überhaupt als Anbauregion für hochwertigen Mahlweizen geeignet sei. Heute gilt das Gegenteil: Die Region zählt zu den besten Qualitätsweizenstandorten Österreichs.

Auf rund 163 Hektar bauen 27 landwirtschaftliche Betriebe hochwertigen Qualitätsweizen an. Insgesamt werden heuer rund 1300 Tonnen Vulkanlandweizen erwartet. Verarbeitet wird das Getreide in der Farina-Mühle in Raaba zu hochwertigem Mehl. Als „Farina Glatt aus Vulkanlandweizen“ gelangt es anschließend in den Handel, aber auch in regionale Bäckereien, wo daraus täglich frisches Brot und Gebäck entstehen.

Spitzenqualität

„Die heurige Ernte bestätigt einmal mehr den eingeschlagenen Weg. Es ist beeindruckend zu sehen, wie sich aus einer gemeinsamen Idee ein funktionierender regionaler Versorgungskreislauf entwickelt hat“, sagt LAbg. Franz Fartek, Sprecher der Vulkanlandweizen-Gemeinschaft. „Unsere Landwirte liefern Spitzenqualität, die Farina-Mühle verarbeitet sie regional weiter und unsere Bäcker, aber auch die Menschen der Region, schaffen daraus hochwertige Lebensmittel. Meine Vision ist, dass in jedem Haushalt in unserer Region stets auch Vulkanlandweizenmehl verfügbar ist.“

Ein wesentliches Merkmal des Projekts ist die geschlossene regionale Wertschöpfungskette. Das Getreide wird in überschaubarer Nähe vermahlen und dann von regionalen Handwerksbäckereien, Bäuerinnen und Bauern sowie Konsumenten weiterverarbeitet. „Regionalität endet nicht am Feld“, betont Bernhard Gitl, Geschäftsführer der Farina-Mühle. „Erst wenn aus regionalem Getreide auch regionales Mehl und schließlich regionales Brot entsteht, bleibt die Wertschöpfung tatsächlich in der Region. Genau das macht den Vulkanlandweizen so besonders.“

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