Ein Garten als Herzstück

Ein Lehr- und Genussgarten wurde in der Fachschule für Land- und Ernährungswirtschaft St. Martin eröffnet und ausgezeichnet.

Immer mehr Kinder und Jugendliche verlieren den direkten Bezug zur Natur. Das mangelnde Wissen über Ernährung, Lebensmittelinhalte und die natürlichen Abläufe in der Natur führen oft zu falschen Ernährungsgewohnheiten in jungen Jahren und in weiterer Folge zu Übergewicht. In der landwirtschaftlichen Fachschule St. Martin wird nun vorgezeigt, wie man junge Menschen für dieses so wichtige Thema interessieren kann – mit einem tollen Lehr- und Genussgarten, der auch als Vorbild für andere Schulgärten dienen soll. Der gilt, wie es dieser Tage bei der feierlichen Eröffnung hieß, als eines der „Herzstücke“ der Schule. Auch der Garten profitierte von den umfassenden Umbaumaßnahmen, die dank einer Investition des Landes Steiermark in der Höhe von rund 2,8 Millionen Euro möglich geworden sind.

Große Herausforderung

Landesrat Hans Seitinger: „Die größte Herausforderung besteht darin, den Stellenwert von Lebensmitteln, deren Produktion und Veredelung besser zu verstehen. Der Schulgarten in St. Martin bietet daher den idealen Ort, um Ernährung zu lehren und aus erster Hand zu erleben.“

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Die Schule durfte auch stolz darauf sein, dass der Garten mit dem Gütesiegel der Initiative „Natur im Garten“ ausgezeichnet worden ist. Diese verfolgt das Ziel, naturnahe Gärten in der Steiermark zu etablieren. „Natur-im-Garten“-Botschafterin Angelika Ertl-Marko dazu: „Der Garten der landwirtschaftlichen Fachschule St. Martin ist ein fantastisches Projekt und vor allem ein Lehrgarten, der die ‚Natur im Garten Plakette‘ wohl verdient hat.“

Intensive Planungsphase

Nach einer – wie es hieß – kurzen und intensiven Planungsphase begann im Juli 2017 der Umbau der Fachschule St. Martin. Dabei wurde das Untergeschoss völlig neu gestaltet, sodass nun zwei Lehrküchen für den Praxisunterricht, ein Multifunktionsraum für die Verarbeitung von Getreide, Milch, Obst und Gemüse sowie eine Wirtschaftsküche inklusive Lagerräumen und Kühlanlagen zur Verfügung stehen.

Direktorin Reingard Neubauer freut sich darüber, dass alles sehr gut gelungen ist. „Durch den notwendigen Umbau können die kompetenzorientierten Lehrinhalte im Bereich der Land- und Ernährungswirtschaft sowohl in der Praxis als auch in der Theorie auf hohem Niveau vermittelt werden. Die gut adaptierten Räumlichkeiten sind ein Mosaikstein zum Erfolg. Sie unterstützen das Lernklima, die Entfaltung der Bildungspotentiale sowie die Kreativität und machen aus Schule einen Lebens- und Erfahrungsraum.“

Beitragsbild: Bei der Eröffnung: Landesrat Johann Seitinger, Gartenexpertin Angelika Ertl-Marko, Direktorin Reingard Neubauer (Foto: Lebensressort)

 

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