Drei Partner und ein gemeinsames Vorhaben

von Karl Brodschneider

Das BVN, „ja zu nah“ und Bioland Burgenland starten eine Allianz, um heimische Lebensmittel in der Gemeinschaftsverpflegung deutlich zu stärken.

 

Drei starke Player der regionalen Lebensmittelvermarktung bündeln ihre Kräfte: Die niederösterreichische Plattform „ja zu nah“, das Bäuerliche Versorgungsnetzwerk Steiermark (BVN) und die Biogenossenschaft Burgenland eGen haben eine gemeinsame Logistik-, Produkt- und Strategiepartnerschaft vereinbart. Ziel der Allianz ist es, den Anteil heimischer Lebensmittel in Österreichs Gemeinschaftsverpflegung und im öffentlichen Beschaffungswesen deutlich zu steigern. Damit wollen die Partner Wertschöpfung, Versorgungssicherheit und Krisenresilienz langfristig sichern.

Regionalquote

Die Geschäftsführer Waldemar Pöchhacker („ja zu nah“), Christian Nezmah (BVN) sowie Hannes Anton (Biogenossenschaft Burgenland eGen) betonen: „Wir sprechen uns für eine gesetzlich verankerte, schrittweise steigende Regionalquote von mindestens 60 Prozent bis 2030 für alle Warengruppen in der Gemeinschaftsverpflegung aus – von Obst und Gemüse über Fleisch bis hin zu Getreide und Molkereiprodukten, sowohl im öffentlichen als auch im privaten Bereich. Nur so kann verhindert werden, dass heimische Produkte weiterhin gegenüber minimal billigeren Importwaren ins Hintertreffen geraten. Zudem befürworten wir ein transparentes System zum Herkunftsnachweis der eingesetzten Lebensmittel.

Regionalität als Kriterium

Wo das Vergaberecht greift, sollten praktikable und rechtssichere Wege genutzt werden, um regionale Produkte stärker zu berücksichtigen, etwa durch angepasste Schwellenwerte oder vereinfachte Direktvergaben. Regionalität sollte neben „Bio“ als eigenständiges Kriterium gestärkt werden, um Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Stabilität regionaler Betriebe zu fördern.

 

 

[© Pöchhacker]

 

 

 

 

 

 

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