Schön langsam muss Bewegung in die Sache kommen: Die Rede ist von der geplanten Novellierung der Bau- und Raumordnung. Die letzte Novellierung im Jahr 2022 wurde von der FPÖ heftig kritisiert und es erfolgte damals keine Zustimmung im Landtag. Nun sind sie mit der Abteilung 13 selbst in der Verantwortung. Die Landwirtschaftskammer legte im Bereich der Landwirtschaft bereits im letzten Jahr über acht Punkte für Vereinfachungen und Verbesserungen in der Bau- und Raumordnung vor: Von vereinfachten Verfahren, wenn sich Geruchskreise nicht verändern, Verkürzungen der Verfahrungsdauer bei Nichtäußerung von Betroffenen, der Anerkennung geruchsmindernder Maßnahmen aus den vergangenen Jahren bis hin zur Absicherung von Bestandesbauten (Stichwort „Rechtmäßiger Bestand“) oder bei Vereinfachungen von Beurteilungen im Zuge der GRAL-Berechnung. Bis heute blieben alle Punkte unbeachtet.
Doch die Zeit drängt: Viele Bäuerinnen und Bauern wollen ihre Betriebe neu ausrichten, in neue Stallungen investieren oder bestehende Gebäude nach neuen Gesetzes- und Tierwohlstandards umbauen. Und das zu Recht, denn die Tierhaltung hat Zukunft! Obwohl in Europa der Fleischkonsum generell etwas stagniert und die Agrarmärkte bis 2050 vor allem bei weißem Fleisch einen Aufwärtstrend zeigen, bleibt der Fleischkonsum global gesehen hoch. Die Herausforderung besteht darin, den Konsum nicht pauschal zu verurteilen, sondern ihn qualitativ zu begleiten – etwa durch Bewusstsein für hochwertige Produkte aus heimischer und regionaler Tierhaltung, die verantwortungsvoll erzeugt werden. Und umgekehrt kehren Betriebe mit der Tierhaltung in den natürlichen Kreislauf zurück, wo natürlicher Dünger ausgebracht und ein weiteres finanzielles Standbein „unter Dach“ geschaffen wird. Beides macht den Betrieb unabhängiger von Marktlagen und Wetterextremen.
Die Zeit drängt: Mit Mitte 2034 endet unter anderem die Übergangsfrist für unstrukturierte Vollspaltenbuchten in der Schweinehaltung – Härtefälle bis 2038 ausgenommen. Die jungen Hofübernehmerinnen und Hofübernehmer wollen investieren, sollen jedoch nicht von Verzögerungstaktiken mancher Abteilungen unter FPÖ-Führung davon abgehalten werden. Es geht letzten Endes um die Versorgung mit heimischen Lebensmitteln und um das Überleben vieler Familienbetriebe.