Anfang des Jahres 2025 wohnten in der Steiermark 1.271.716 Männer, Frauen und Kinder. Das ist der höchste Wert, der hierzulande jemals gemessen worden ist.
Auf die Zahlen der aktuellen Landesstatistik bezüglich Bevölkerungszahlen wird Jahr für Jahr mit großer Spannung gewartet. Hat die Einwohnerzahl im Land, in den Bezirken und Gemeinden zu- oder abgenommen? Jetzt liegen die Ergebnisse vor. Demnach verzeichnete die Steiermark mit Stand vom 1. Jänner 2025 einen neuen Höchstwert beim Bevölkerungsstand. Dieser ist im vergangenen Jahr um 0,2 Prozent oder 1915 Personen gewachsen. Somit verzeichnete das Bundesland genau 1.271.716 Einwohnerinnen und Einwohner. Das ist der höchste Wert, der hierzulande je gemessen worden ist.
Zuwanderung
Das Plus bei der Einwohnerzahl geht auf eine deutlich positive Wanderungsbilanz zurück (plus 5233 im Jahr 2024, neunthöchster Wert seit jährlicher Erhebung 2002), die vor allem auf einer Zuwanderung aus dem Ausland basiert. Die Herkunftsländer der Migranten sind überwiegend ost- und südosteuropäische Länder sowie Deutschland. Auch Syrien und die Ukraine gehören dazu. Ohne die in den letzten Jahrzehnten erfolgte internationale Einwanderung und daraus folgende Geburten wäre die Bevölkerungszahl der Steiermark bereits seit über 40 Jahren stark rückläufig und würde grob geschätzt nur mehr etwa 983.000 betragen.
Boom im Großraum Graz
Anhand der Daten der Landesstatistik zeigt sich laut Martin Mayer, Leiter des Referats Statistik und Geoinformation, dass die stärksten Zuwächse in urbanen Zentren gegeben sind. Demzufolge gab es im Jahr 2024 den größten Bevölkerungsanstieg im Großraum Graz. Die Region hat im Zeitraum eines Jahres genau 3497 Personen beziehungsweise 0,7 Prozent dazugewonnen. Den höchsten absoluten Anstieg aller Bezirke bundesweit verzeichnete 2024 Graz-Stadt mit einem Plus von 2565 beziehungsweise 0,8 Prozent. Was die Bevölkerungsentwicklung 2024 auf Gemeinde-Ebene angeht, so gab es in 130 der insgesamt 285 steirischen Gemeinden Bevölkerungsanstiege. In sechs Gemeinden blieb die Einwohnerzahl gleich, in den restlichen 149 Gemeinden kam es zu Bevölkerungsrückgängen.
Betrachtet man die Bevölkerung nach Altersgruppen, so zeigt sich, dass es immer weniger Kinder und immer mehr Senioren gibt. Der Anteil der Kinder und Jugendlichen unter 20 Jahren beträgt nicht einmal mehr ein Fünftel (18,0 Prozent) und ist damit bereits deutlich geringer als jener der Gruppe der Über-65-Jährigen (22,1 Prozent). Aufgrund dieser Entwicklung stieg das Durchschnittsalter und betrug zum Jahresbeginn 44,8 Jahre. Graz-Stadt ist der „jüngste” Bezirk mit einem Wert von 41,4 Jahren, der Bezirk Bruck-Mürzzuschlag der „älteste” mit 47,6 Jahren.
Ebenfalls erhoben wurde die Geschlechterverteilung. Dabei zeigt sich, dass der Frauenanteil in der Steiermark überwiegt. Laut den aktuellen Daten kommen auf 1000 Frauen 977 Männer. Die wenigsten Männer in Relation zu den Frauen verzeichnet Voitsberg (952), die meisten leben in Weiz (990).
Riesenunterschied
Was die größten Gemeinden der Steiermark betrifft, ist klar, dass die Landeshauptstadt Graz mit 305.314 Personen die größte Stadt im Land ist. Dahinter folgen Leoben mit 24.561 Einwohnern, Kapfenberg (21.907), Bruck an der Mur (15.735) und Leibnitz (13.517).
Bei den kleinsten Gemeinden hält Hohentauern mit 372 Einwohnern den ersten Platz, gefolgt von Pusterwald mit 426 Personen und Wildalpen mit 432 Einwohnern. Den vierten Platz belegt Radmer mit 474 Einwohnern, den fünften Platz Wald am Schoberpass mit 528 Einwohnern.
Einwohnerzahl fast verdoppelt
Bei den Bevölkerungszunahmen ist die Betrachtung eines längeren Zeitraumes sinnvoll. Bezogen auf den Zeitraum von 2015 bis 2025 wuchs Kalsdorf bei Graz mit 45,7 Prozent am stärksten. Die Nachbargemeinde Werndorf belegte mit 29,8 Prozent den zweiten Platz. Dahinter rangieren Gralla mit 27,8 Prozent, Hausmannstätten mit 27,3 Prozent und Premstätten mit 26,1 Prozent. Zum Vergleich: Im selben Zeitraum gab es in der Stadt Eisenerz einen Bevölkerungsrückgang von 22,4 Prozent und in Radmer ein Minus von 22,3 Prozent.
Die Gemeinden mit dem höchsten Anteil an Kindern und Jugendlichen (0 bis 19 Jahre) an der Gesamtbevölkerung sind Mortantsch mit 24,5 Prozent, St. Ruprecht an der Raab mit 22,8 Prozent sowie Seckau und Sankt Bartholomä mit jeweils 22,5 Prozent.
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