In der jüngsten Kammervollversammlung wurde eine an das Land gerichtete Resolution zur Novellierung des Steiermärkischen Bau- und Raumordnungsgesetzes einstimmig verabschiedet. Zuvor war diese unter der Federführung von Bauernbund-Fraktionssprecher Matthias Bischof erstellte Resolution schon vom „Ausschuss Tiere“ einhellig beschlossen worden. Wesentliche Inhalte darin sind die Ausdehnung des Tatbestandes „Baubewilligungspflicht im vereinfachten Verfahren“ und Verkürzung der Verfahrensdauer. Auch die rechtliche Absicherung von bestehenden baulichen Anlagen ist Inhalt der Resolution. Die Landwirtschaftskammer drängt weiters auf eine vollständige Streichung des Feststellungsverfahrens und auf eine Einschränkung der Gutachtenserfordernisse im Bauverfahren. Weiters sollen geruchsmindernde Maßnahmen im nachträglichen Auflageverfahren anerkannt werden. Überhaupt soll die Beurteilung von Gerüchen im Stallbauverfahren vereinfacht werden. Die Geruchsbeurteilung im Bau- und Raumordnungsgesetz soll komplett gleichgeschaltet werden.
Mit den Stimmen aller in der Vollversammlung vertretenen Fraktionen wurde auch die Installierung einer Steuerungsgruppe beschlossen. Sie soll unter Beiziehung einer wissenschaftlichen Expertise ergründen, wie die Wahlbeteiligung bei der LK-Wahl gesteigert werden kann.
Für einen heftigen Schlagabtausch sorgte die Wortmeldung des Freiheitlichen Albert Royer, der behauptet hatte: „Die Landwirtschaftskammer ist so wie der ORF und die Wirtschaftskammer völlig reformunwillig und die Kammerführung ist auf sehr hohem Ross unterwegs.“ BB-Fraktionssprecher Bischof erklärte: „Wenn Draufhauen und populistisch agieren alles ist, soll man sich fragen, wie man selbst seine Funktion als Bauernvertreter sieht.“