Die HUMUS+Tage haben sich seit 2007 als Fixpunkt für praxisnahen Wissensaustausch und Vernetzung rund um das Thema Bodenschutz und Wassermanagement etabliert und ziehen alle zwei Jahre bis zu 400 Teilnehmer aus zehn Nationen an. Bisher von der Initiative HUMUS+Modell Ökoregion Kaindorf veranstaltet, finden die HUMUS+Tage heuer erstmals in Kooperation mit dem Dachverband zum Schutz von Boden und Wasser statt.
Inhaltlich widmet sich die zweitägige Kongressveranstaltung am 9. und 10. Februar im oststeirischen Kaindorf dem Humusaufbau, der regenerativen Landwirtschaft und dem Agroforst sowie den Fragen des Wassermanagements und der Rolle von Pflanzenkohle für klimafitte, wasserhaltende Böden. „Gesunde Böden sind unsere stärksten Verbündeten gegen die Folgen der Klimakrise. Sie speichern Wasser, verhindern Erosionen und sichern Ernten“, betont Vizepräsidentin Maria Pein, Obfrau des Dachverbandes zum Schutz von Boden und Wasser.
An beiden Kongresstagen geben über 20 Experten ihr neuestes Wissen praxisnah weiter. Mit Agrarlandesrätin Simone Schmiedtbauer und MEP Alexander Bernhuber sind zwei Politiker vertreten, welche die Brücke zwischen Praxis und Rahmensetzung schlagen. Schmiedtbauer beleuchtet humusfördernde Maßnahmen und den Wasserrückhalt auf Landesebene, Bernhuber die Chancen und Herausforderungen von Carbon Farming aus europäischer Sicht. So wird deutlich, dass Humusaufbau nicht nur eine technische Frage ist, sondern auch eine Frage von Förderlogik, Rahmenbedingungen und langfristiger Planungssicherheit.
Am 10. Februar stehen Vorträge zu den Themen „Wasser in der Landschaft halten“ sowie „Pflanzenkohle nutzen in der Landwirtschaft“ auf dem Programm. Zum Abschluss wird am 11. Februar auch eine Exkursion zum Kompost- und Erdenwerk Sonnenerde GmbH in Riedlingsdorf angeboten.
Nähere Informationen: www.humusplus.at