Landwirt Peter Smolana setzt mit seinem Biobauernhof samt Alpengasthof in Trahütten neue Maßstäbe. Nachhaltigkeit steht an erster Stelle.
Auf genau 1000 Metern Seehöhe liegt der Betrieb von Peter Smolana. Gemeinsam mit seiner Familie betreibt der umtriebige Weststeirer einen Hof, der auf mehreren Standbeinen steht. Peter Smolana dazu: „Ich bin ein vierfacher Wirt, nämlich Landwirt, Forstwirt, Energiewirt und Gastwirt.“ Denn neben der Rinderhaltung wird auch ein Hotel samt Gastronomie betrieben. Da sind hauptsächlich Gattin Eva und Mutter Ella im Einsatz. Doch wie kam es dazu?
„Meine Großeltern haben im Jahr 1963 mit einem Gasthaus und einer Pension gestartet. Seither hat sich unser Betrieb kontinuierlich weiterentwickelt. Unser Hotel haben wir in den letzten Jahren generalsaniert“, so Smolana. Bereits in jungen Jahren hat er Verantwortung übernommen. Da sein Vater einer außerlandwirtschaftlichen Tätigkeit nachging, haben die Großeltern den Betrieb an ihren Enkel übergeben. „Ich habe den Hof mit 16 Jahren – unter der Vormundschaft meiner Mutter – übernommen. Da besuchte ich gerade die Fachschule Grottenhof-Hardt“, so Smolana. Danach zog es ihn nach Raumberg.
Seit 1995 Biobetrieb
Im Jahr 1995 stellte der dreifache Vater auf biologische Wirtschaftsweise um, im Jahr 2001 erfolgte ein Um- und Zubau am Stallgebäude. Derzeit erweitert Peter Smolana den Stall. Rund 70 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche dienen als Futtergrundlage für die 100 Rinder. „Zukünftig werden es durch den Stallzubau etwas mehr werden“, schmunzelt der Landwirt. Die Styria-Beef-Rinder werden zum Großteil am Hof geschlachtet und über das eigene Restaurant vermarktet. Auch weitere Gastrobetriebe zählen zu seinen Kunden.
In den letzten Jahrzehnten wurden zahlreiche Investitionen getätigt. So errichtete Peter Smolana im Jahr 2008 ein eigenes Biomasseheizwerk mit einer Leistung von 300 KW. 2013 wurde die erste PV-Anlage mit 75 Kilowatt-Peak installiert. Durch kontinuierliche Erweiterungen sind es nun insgesamt 180 Kwp. Heuer wird auch in einen 430 KW-Speicher investiert. „In Kombination mit unserem eigenen Wasserkraftwerk wird der Überschussstrom eingespeist“, erklärt der Landwirt. Auch die Forstwirtschaft im Ausmaß von 105 Hektar wird in Eigenregie bewirtschaftet: „Da bin ich mit Motorsäge, Traktor und Seilwinde selbst im Einsatz.“
Besonders stolz ist Peter Smolana auf die Tatsache, dass im Restaurant seit 2012 ausschließlich Biolebensmittel eingesetzt werden. „Natürlich haben wir auf unserer Speisekarte einen Rindfleischschwerpunkt aus der eigenen Produktion.“ Weiter Produkte werden in Bioqualität zugekauft. Diese Nachhaltigkeit wird auch von den Gästen sehr geschätzt. Die 20 Hotelzimmer des „Alpengasthof Koralpenblick“ sind gut gebucht. Auch im Winter kann man viele Gäste verzeichnen, da das Familienschigebiet Weinebene nur wenige Autominuten entfernt liegt. Seit 2001 wird auch Schule am Bauernhof angeboten. Smolana dazu: „Rund 700 Schüler verbringen jedes Jahr einige Tage am Hof. Da kann ich ihnen viel erklären, was auch dringend notwendig ist.“
Zur Person
- Peter Smolana (47)
- Rostock 15, 8530 Trahütten
- Verheiratet mit Eva, drei Kinder
- Bio-Mutterkuhhaltungsbetrieb mit Direktvermarktung
- 70 Hektar LN, 105 Hektar Forst
- Eigenes Wasserkraftwerk
- Eigenes Hotel „Alpengasthof Koralpenblick“ mit 20 Zimmern
- Schule am Bauernhof-Betrieb
- E-Mail: office@koralpenblick.at
- Web: koralpenblick.at
9 Kommentare
Peter Smolana – ein Vorbild für Nachhaltigkeit und Jugend !
Peter Smolana ist für seinen Biobauernhof und sein Hotel einfach vorbildlich .
Kost und Quatier am Koralpenblick ist nur weiter zu empfehlen .
Peter Smolana führt mit seiner Gattin sowohl ein empfehlenswertes Biohotel als auch einen nachhaltigen und autarken Biobauernhof, der von solarer Energie und einem eigenen Wasserkraftwerk betrieben wird.
Peter Smolana ist das beste Beispiel dafür, wie harte Arbeit, Herz und Nachhaltigkeit zusammenpassen. Ob im Wald, bei seinen vielen Rindern, im Biohotel oder mit den Kindern – Peter ist immer mit voller Energie und einem Lächeln im Einsatz. Sein Hof auf 1000 Metern zeigt, was gelebte Verantwortung bedeutet.
Für mich ganz klar: Bauer des Jahres!
Hört sich so an als er es verdient hat!
🙂Perfekt!
Wunderschöner und Herzlicher Familienbetrieb mit Wunderbaren Menschen dahinter! Peter führt den Betrieb vorbildlich an!
Ausgezeichnetes Essen, freundliches Personal, schöne Lage