Katja Kirschmann aus Halltal bei Mariazell hat die elterliche Landwirtschaft mit viel Engagement wachgeküsst. Nächstes Jahr wird der Buschenschank eröffnet.
Unweit des bekannten Wallfahrtsortes Mariazell bewirtschaftet Katja Kirschmann den Biohof Bichler. Seit der Hofübernahme im Jahr 2022 hat sich nicht nur im Leben von Kirschmann, sondern auch am Hof viel getan. Doch wie kam es dazu?
Die umtriebige Neolandwirtin erzählt: „Mein Vater lebte nach der Scheidung viele Jahre lang allein am Hof. Da er nun Betreuung braucht und meine Geschwister kein Interesse an der Landwirtschaft haben, habe ich den Hof übernommen.“ Als gelernte Frisörin lebte Katja Kirschmann viele Jahre im Murtal. Nach einer Büroausbildung schlug sie den Weg in den Verkauf ein und arbeitete bei einer großen Möbelkette. Auch hier fand Kirschmann nicht ihre wahre Berufung. Daher hat sie ihre Zelte abgebrochen und als Mitarbeiterin des Landeskontrollverbandes als Milch-Kontrollorin ihre große Erfüllung gefunden. Bereits zuvor absolvierte sie an der Land- und forstwirtschaftlichen Fachschule Kobenz die Ausbildung zum landwirtschaftlichen Facharbeiter.
Große Investitionen
Zurück am Hof stand Katja Kirschmann, sie ist Mutter von zwei erwachsenen Söhnen aus erste Ehe, vor einer nahezu unlösbaren Aufgabe. Das Bauernhaus musste kernsaniert werden, auch das Dach des Stalles war in einem äußerst schlechten Zustand. Trotz allem nahm sie gemeinsam mit ihrem Mann Uwe die Herausforderung an. Unter enormen finanziellem Aufwand wurde sowohl der Stall auf Vordermann gebracht als auch das Haus liebevoll restauriert.
Nun hält Katja Kirschmann auf ihrem Biobetrieb rund 40 Rinder, davon 25 Mutterkühe. Als Futtergrundlage dienen insgesamt knapp 40 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche (Eigen- und Pachtgründe). Ein Teil der Herde verbringt im Sommer auf der Dürriegelalm, an der Anteile gehalten werden. Die Vermarktung der Einstellkalbinnen und Einstellstiere erfolgt über den Nutzrindermarkt in Traboch. Kirschmann dazu: „Das ist für mich eine sehr gute Verkaufsform, da jedes Rind gewogen und genau nach Gewicht bezahlt wird.“ Neben Legehennen und Magalitzaschweinen werden auch 40 Weidegänse – die Schlachtung erfolgt dieser Tage über die mobile Geflügelschlachtung des Maschinenringes – gehalten. Ihren Job als Milch- und Fleischleistungskontrollorin übt die Obersteirerin weiterhin mit vollem Engagement aus.
Weitere Standbeine
Weitere Standbeine sind die Forstwirtschaft, insgesamt 70 Hektar werden bewirtschaftet, sowie Urlaub am Bauernhof. Kirschmann erklärt: „Im Zuge der Bauernhaussanierung haben wir im ersten Stock bereits drei Zimmer dafür geschaffen. Heuer hatten wir sozusagen unser Probejahr und es ist sehr gut angelaufen.“ Über UaB wird auch eine Almhütte vermietet, welche im Besitz der Familie ist und auf Bundesforstgrund steht.
Katja Kirschmann freut sich schon sehr auf das Jahr 2026. Da wird der Buschenschank eröffnet. Am Bichlerhof hat die Mostproduktion schon lange Tradition. Da sich die Räumlichkeiten im Erdgeschoss des Bauernhauses sehr gut anbieten, wurden darin ein kleiner Gastraum, eine neue Gastroküche sowie vor dem Haus eine große Terrasse errichtet. „Am 30. Mai 2026 eröffnen wir somit im Zuge eines Hoffestes unseren Buschenschank“, so die zukünftige Wirtin mit einem Strahlen in ihren Augen. Dazu wurde auch eine Streuobstfläche in der Weststeiermark gepachtet, um ausreichend Pressobst für die Apfel- und Mostproduktion zu haben. Der einzige Wehrmutstropfen: „Für mein größtes Hobby, den Sport, habe ich derzeit wirklich keine Zeit.“
Zur Person
- Katja Kirschmann (48)
- Mooshuben 7, 8630 Mariazell
- Gelernte Frisörin, Ausbildung zum landwirtschaftlichen Facharbeiter im zweiten Bildungsweg
- Verheiratet mit Uwe, zwei erwachsene Kinder aus erste Ehe
- Mitarbeiterin beim Landeskontrollverband Steiermark
- Biobetrieb mit Mutterkuhhaltung, Weidegänse, Legehennen, Forst- und Almwirtschaft sowie Urlaub am Bauernhof
- Eröffnung des Buschenschankes am 30. Mai 2026 im Zuge eines Hoffestes
- bio-hof-bichler.at
- E-Mail: servus@bio-hof-bichler.at
6 Kommentare
Ihre Begeisterung und ihr Engagement ist einzigartig. Einfach toll, was sie aus dem elterlichen Hof gemacht hat.
Ich stimme für Katja Kirschmann, weil mich ihr Weg tief berührt. Sie und ihr Mann Uwe haben aus einem alten, fast aufgegebenen Hof wieder einen lebendigen, liebevollen Biobetrieb gemacht. Mit unglaublich viel Herz, Stärke und Durchhaltevermögen kümmern sie sich um ihre Tiere und ihr Land.
Für mich steht Katja für Mut, Familienzusammenhalt und echte Leidenschaft für die Landwirtschaft. Genau deshalb bekommt sie meine Stimme – von ganzem Herzen.
Ich stimme für Katja Kirschmann, weil mich ihr Weg tief berührt. Sie und ihr Mann Uwe haben aus einem alten, fast aufgegebenen Hof wieder einen lebendigen, liebevollen Biobetrieb gemacht. Mit unglaublich viel Herz, Stärke und Durchhaltevermögen kümmern sie sich um ihre Tiere und ihr Land.
Für mich steht Katja für Mut, Familienzusammenhalt und echte Leidenschaft für die Landwirtschaft. Genau deshalb bekommt sie meine Stimme – von ganzem Herzen.
tolle ideen
Ich stimme für Katja, den das ist sehenswert was sie aus diesem Hof gemacht hat !!
Ich stimme für Katja, das es sehenswert ist was sie aus Diesem Hof gemacht hat!!