Vor allem in der Oststeiermark tritt die Amerikanische Rebzikade wieder vermehrt auf. Wie das Land Steiermark und die Landwirtschaftskammer darauf reagieren.
In großen Teilen des Weinbaugebietes Vulkanland in der Oststeiermark wurde ein starkes Auftreten der Amerikanischen Rebzikade festgestellt. Dieser gefährliche Überträger der Goldgelben Vergilbungskrankheit ist eine akute Bedrohung für den steirischen Weinbau. Die hochinfektiöse Pflanzenkrankheit führt innerhalb weniger Jahre zum Absterben befallener Rebstöcke, gefährdet die wirtschaftliche Existenz der Weinbaubetriebe und die attraktive Kulturlandschaft im steirischen Weinland. „Experten der Landwirtschaftskammer und des Landes Steiermark arbeiten seit dem ersten Auftreten aktiv daran, um die Verbreitung wirkungsvoll einzudämmen“, betonen Agrarlandesrätin Simone Schmiedtbauer und Landwirtschaftskammer-Präsident Andreas Steinegger.
Jeden Rebstock kontrollieren
Beträchtlichen Nachholbedarf bei der Bekämpfung gibt es jedoch für private Rebstock-Besitzer und Kleinstweingarten-Besitzer. Das wurde bei einem Gespräch zwischen Land Steiermark und Landwirtschaftskammer festgestellt. „Das Vorrücken der Rebzikade vom Süden her ist durch gezielte Bekämpfung und die konsequente Rodung noch kontrollierbar“, unterstreicht Steinegger. Er ruft die privaten Rebstock-Besitzer und Hobbywinzer auf, die Weinreben in ihren Hausgärten und Hausgrundstücken zu kontrollieren, Verdachtsfälle zu melden und bei einem tatsächlichen Befall zu roden.
Zudem wurden auf höchster Ebene verschiedene Umsetzungsmaßnahmen verpflichtend fixiert. So wird eine 15-köpfige Taskforce eingerichtet, die in den betroffenen Regionen unterwegs ist und befallene Rebstöcke identifiziert. Die Rodung befallener Rebstöcke hat innerhalb vier Wochen zu erfolgen. Bei Nichteinhaltung drohen Strafen.