Jungpflanzen Scherr erweiterte seinen Firmensitz in der Gemeinde Deutsch Goritz. Gegenseitige Wertschätzung wurde beim Festakt großgeschrieben.
Die Eröffnung des neuen Firmengebäudes und Feier des 33-jährigen Firmenbestandes beging die Familie Scherr in Weixelbaum mit Hunderten Gästen. Unter ihnen waren auch Landesrat Willibald Ehrenhöfer, LK-Präsident Andreas Steinegger, Vizepräsidentin Maria Pein, Kammerobmann Franz Uller, Abg. z. NR Agnes Totter und Bürgermeister David Tischler. Ausgehend von einer kleinen Landwirtschaft entwickelte sich der Betrieb zu Österreich größten Jungpflanzen-Produzenten. Jährlich werden hier 50 Millionen Jungpflanzen (Salat, Kohlgemüse, Fruchtgemüse, Kräuter) in unterschiedlichen Pflanzensystemen erzeugt. Diese reichen von Erdpresswürfel über Töpfe bis hin zu Schalen. Durch das eigene Cabrio-Dach, das sich je nach Wetterlage öffnen lässt, können die für das Freiland bestimmten Pflanzen gut abgehärtet werden.

Die Familie Scherr nimmt zusammen mit Ehrengästen die Eröffnung des neuen Firmengebäudes in Weixelbaum vor.
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Handschlagqualität
„Uns war immer wichtig, ein Familienbetrieb mit Handschlagqualität zu bleiben“, betonten Leo und Christa Scherr, die zusammen mit ihren beiden Kindern Julian und Laura durch einen bewusst kurz gehaltenen Festakt führten, der von großer Wertschätzung für die Mitarbeiter, Kunden und die Dorfgemeinschaft geprägt war. Dabei erzählten sie auch, dass Neugier und Tatendrang ihr steter Antrieb für die Betriebserweiterungen waren.
Erdlos-System
Im Jahr 1993 wurde das erste Gewächshaus errichtet, das schon damals mit Biomasse beheizt wurde. 2002 errichtete die Familie Scherr die erste Logistikhalle. Die Einführung des Erdlos-Systems durch die Verwendung von Steinwolle und Kokosfaser im Jahr 2004 gab der Firma einen großen Schub, berichtete Leo Scherr. Im Jahr 2012 wurde das Heizwerk mit 4,7 MW Leistung errichtet. Aktuell werden pro Jahr 15.000 Kubikmeter Hackgut gebraucht. Die Pufferspeicher haben eine Kapazität von 950.000 Liter. Vor einem Jahr wurde mit dem Bau des neuen Logistikzentrums mit fünf Laderampen begonnen. „Jetzt haben wir Platz für optimale Betriebsabläufe“, verkündete die Familie Scherr.
Wasserverbrauch
„Von konventionell bis biologisch, vom Freiland bis zum Gewächshaus, wir haben für unsere Kunden in Österreich und Südosteuropa das passende Angebot“, betonte man bei den im Zuge der Eröffnung durchgeführten Betriebsführungen. In der Hauptsaison werden täglich mindestens 100 Kubikmeter Wasser benötigt. Davon kommen 40 Prozent aus dem Grundwasser, 40 Prozent aus dem in einem Speicherteich gesammelten Regenwasser und 20 Prozent aus dem Wiederverwendungswasser.